gereist, geradelt, gewonnen, gefärbt

am

[Südtirol*. Samstagmorgen beim Frühstück.]

[GM:] „Ich möchte aber noch nicht abreisen.“

[folienstern:] „Hat’s Dir so gut gefallen? Wir können ja gucken, ob in zwei Jahren, wenn Ostern nicht so spät ist, noch ein Zimmer frei ist.“

[GM:] „Au ja, dann kann ich wieder Skifahren.“

[folienstern:] „Ich find das ja echt klasse, wie Ihr das hingekriegt habt mit dem Skifahren, das kleine Mädchen und Du. Papa konnte es ja schon. Ich muss noch echt viel üben.“

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Südtirol.

[Hamburg. Samstagmorgen beim Frühstück.]

[kneteeis:] „Ich habe übrigens schlechte Nachrichten.“

[GJ:] „Was denn?“

[kneteeis:] „Die Chinesisch-Werkstatt fällt heute aus. Es gab nicht genug Anmeldungen.“

[GJ:] „Ach, wie doof. Dabei hatte ich mich heute schon darauf gefreut.“

[kneteeis:] „Dann heb‘ Dir die Freude halt auf für in zwei Wochen.“

[GJ:] „Mal sehen. Machst Du mir Kakao?“

[kneteeis:] „Ich dachte, Du wolltest Tee trinken?“

[GJ:] „Ja. Und Kakao. Und Wasser und Saft und Milch. Ich habe schon alle Becher aufgebaut.“

[kneteeis:] „Ach so. Alles klar.“


[Südtirol. Samstagvormittag am Bahnhof. Vater:] „Guckst Du mal, auf welchem Gleis der Zug fährt?“

[folienstern:] „Gleis 3. Aber erst in einer Stunde und zwanzig Minuten, steht da. Dann verpassen wir den Anschluss in München.“

[Vater:] „Dann gehen wir jetzt eben eine Pizza holen.“

[KM:] „Au ja, Pizza!“

[GM:] „Ich les‘ weiter.“

[Etwas später. Alle essen Pizza und Ostereier.]

[GM:] „Ich leg‘ meine Zahnspange mal in den Karton.“

[Vater:] „Pass‘ auf,  dass sie nicht verloren geht. Wo ist denn eigentlich der kleine Junge?“

[Oma, großes und kleines Mädchen und folienstern:] „Auf Deinem Schoß!“


[Hamburg. Samstagvormittag.]

[kneteeis:] „Ach nein!“

[GJ:] „Was ist denn?“

[kneteeis:] „Jetzt haben noch die Freunde abgesagt, mit denen wir heute nachmittag Kaffeetrinken wollten. Jetzt haben wir heute gar nichts vor – nachdem wir erst dachten, wir hätten einen ganz vollen Tag!“

[GJ:] „Dann können wir ja auf den Dom!“

[kneteeis:] „Der macht aber erst nachmittags auf. Und irgendwie müssen wir die DVD zur Bücherhalle kriegen, die folienstern und die Mädchen letzte Woche ausgeliehen haben – die kann ich nicht mehr verlängern.“

[GJ:] „Dann machen wir jetzt eine Radtour zur Bücherhalle, und heute nachmittag gehen wir auf den Dom.“

[kneteeis:] „Das hört sich nach einem sehr guten Plan an! Also los!“

[Später auf dem Rückweg. GJ:] „Ich brauche eine Pause.“

[kneteeis:] „Jetzt? Wir sind doch fast zuhause!“

[GJ:] „Ja, aber hier ist gerade die kleine Konditorei, und da könnte ich ein Schokocroissant essen, während Du gemütlich einen Cappuccino trinkst.“

[kneteeis:] „Keine schlechte Idee. Das machen wir.“


[München. Samstagnachmittag.]

[folienstern:] „Kommt, wir schließen das Gepäck ein und dann gehen wir ein bisschen in die Stadt und essen Eis.“

[KM liest:] „Ge-päck-auf-be-wah-rung.“

[Etwas später, hinterm Stachus. folienstern:] „Lass uns doch einfach hierhin setzen.“

[Vater:] „Ach nee, da finden wir doch noch was Besseres als ein Brauhaus!“

[folienstern:] „Dann gehen wir eben erst kurz in die Frauenkirche und dann Eisessen.“

[Drei Gassen weiter. Vater:] „Dahinten ist was frei.“

[folienstern:] „Cool, das ist sogar ein echt altes Café, die das Eis selber machen.“

[KM zur Kellnerin:] „Warum hast Du zwei Ketten um?“

[Bedienung:] „Was die alles sieht!“


[Hamburg. Samstagnachmittag.]

[GJ:] „Können wir jetzt los zum Dom?“

[kneteeis:] „Ja, jetzt ist es spät genug.“

[GJ:] „Ich möchte auf jeden Fall Riesenrad fahren. Und zum Entenangeln. Und Dosenwerfen.“

[kneteeis:] „Okay. Riesenrad finde ich auch gut. Und ich möchte Lose kaufen.“

[Kurz darauf. GJ:] „Da ist schon das erste Entenangeln! Ich möchte 20 Enten!“

[kneteeis:] „Meinetwegen. Leg los!“

[Etwas später. GJ:] „Ich möchte die lila Schlange da!“

[Entenangeldame:] „Bitte schön! Viel Spaß damit!“

[GJ:] „Jetzt Dosenwerfen.“

[Kurz darauf. GJ:] „Ich nehme das Portemonnaie hier. Da sind Dinos drauf, das würde dem kleinen Mädchen auch gut gefallen.“

[kneteeis:] „Jetzt aber zum Riesenrad!“

[GJ:] „Yippie! Riesenrad!“

[kneteeis:] „Ach je…“

[GJ:] „Was denn?“

[kneteeis:] „Ich habe ganz vergessen, Fotos vom Entenangeln und vom Dosenwerfen zu machen!“

[GJ:] „Dann machst Du eben welche vom Riesenrad. Und wenn wir wieder unten sind, möchte ich ein Fischbrötchen. Das kannst Du dann auch fotografieren.“

[Etwas später. kneteeis:] „Ah, guck‘ mal: Da vorne ist der Losstand mit den Ländern und Städten. Da kaufen wir ein paar Lose!“

[GJ:] „Da waren wir letztes Mal auch! Cool!“

[kneteeis:] „Genau. Wieviele Tüten wollen wir kaufen?“

[GJ:] „Zehn?“

[kneteeis:] „Was? Dafür können wir ja so einen Riesenbären direkt im Spielzeugladen kaufen!“

[GJ:] „Dann drei?“

[kneteeis:] „Okay. Drei.“

[Etwas später. GJ:] „Wir haben noch keine Stadt mit dem passenden Land. Darf ich noch eine Tüte kaufen?“

[kneteeis:] „Na gut. Noch eine.“

[Etwas später. GJ:] „Immer noch nichts passendes. Schade, dass ‚Leider verloren‘ kein Land ist. Sonst hätten wir schon einen Hauptgewinn. Kann ich noch eine Tüte kaufen?“

[kneteeis:] „Na gut. Noch eine Tüte.“

[Etwas später. GJ:] „Immer noch nichts passendes. Noch eine Tüte?“

[kneteeis:] „Na gut. Noch eine Tüte. Aber das ist die letzte.“

[Kurz darauf. GJ:] „Was kriege ich für die ganzen Lose?“

[Losverkäufer:] „Du darfst Dir hier etwas aussuchen: Einen Hund, eine Katze, eine Kuh, einen Bären…“

[GJ:] „Ich nehme den Bären. Mama, guck‘ mal, wie süß der ist! Ich nenne den Maximilian Dombär. Oder nein: Maximilian Rummelbär, das klingt besser.“

[kneteeis:] „Hallo, Maximilian Rummelbär. Jetzt noch Schmalzgebäck, und dann fahren wir nach Hause.“


[Berlin, Sonntagmorgen.]

[Vater:] „Kleiner Junge, da ist ein Paket für Dich angekommen!“

[KJ:] „Meiner?“

[Vater:] „Ja, Deiner.“

[KJ nach dem Auspacken:] „Meiner! Meiner Ei!“+

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Osterpaket.

[Hamburg, Sonntagmittag.]

[Tante an kneteeis per WhatsApp:] „Soll ich nachher Kuchen mitbringen? Ich hatte an Himbeere gedacht.“

[kneteeis:] „Wir haben einen Rest Apfelstreuselkuchen, da nehmen wir gerne noch Himbeere zur Ergänzung.“

[GJ:] „Können wir jetzt los?“

[kneteeis:] „Jetzt schon? Naja, dann sind wir eben etwas früher da. Hast Du Deinen Helm?“

[GJ:] „Ja. Und Willi und Maximilian müssen auch mit.“

[kneteeis:] „Dann nehme ich lieber die Satteltasche.“

[Etwas später im Elternhaus von kneteeis. Opi:] „Oh, Ihr kommt alle gleichzeitig?“

[kneteeis:] „Ja, das ist aber Zufall. Wir haben uns vor der Tür getroffen. Wir sind mit dem Rad gekommen.“

[Opi:] „Ich war nicht sicher, ob der Apfelkuchen reicht. Deshalb habe ich noch von der anderen Torte aufgetaut und noch Zuckerkuchen dazugelegt.“

[Tante:] „Jetzt haben wir sehr viel Kuchen.“

[GJ:] „Das macht nichts. Ich esse auch sehr viel Kuchen.“

[kneteeis:] „Omi hat auch immer viel Kuchen gegessen. Das hast Du bestimmt von ihr geerbt.“

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Kuchen.

[Etwas später. Opi:] „Jetzt kannst Du noch suchen, wo ich die Kameras im Haus verteilt habe.“

[GJ:] „Das ist ja wie Ostereiersuchen! Cool!“

[Etwas später. kneteeis:] „Ich glaube, auf dem Flur kannst Du auch noch suchen.“

[GJ:] „Hier ist nur ein Hase.“

[Tante:] „Ja, den kannst Du auch finden!“

[GJ:] „Eine Kamera im Hasen? Das glaube ich nicht!“


[Berlin. Sonntagnachmittag.]

[GM:] „Was soll ich machen, Mama?“

[folienstern:] „Du wolltest noch Deine Haare färben. Willst Du das jetzt machen?“

[GM:] „Ja. Hilfst Du mir? Aber erst machen wir noch ein Vorher-Bild.“

[folienstern:] „Okay. Erst müssen wir die Farbe anrühren und dann auftragen. Ih, ist das eine Schmadderei. Das ist gar nicht so einfach, das gleichmäßig zu machen.“

[Etwas später. folienstern:] „Ich bin ja mal gespannt, ob das was wird.“

[Nach dem Ausspülen. GM:] „Voll cool. Und jetzt das Nachher-Bild. Ich schick’s Dir dann.“


[Hamburg. Sonntagabend.]

[kneteeis:] „Möchtest Du duschen oder baden? Ich finde nach dem Radfahren immer duschen gut. Und wir sind immerhin knapp 20 Kilometer gefahren.“

[GJ:] „Ich eher baden.“

[kneteeis:] „Wie Du willst. Guck‘ mal, hier ist noch so Badewasserfarbe. Willst Du die ausprobieren?“

[GJ:] „Okay. ‚Farbzauberbad‘ – das klingt toll!“

[kneteeis:] „Mal gucken, wie das wird. Man muss erst die eine und dann die andere Farbe reintun…“

[GJ:] „Hmmm… Das sieht eher grau aus.“

[kneteeis:] „Du hast recht. So richtig zauberig finde ich das jetzt auch nicht.“

[GJ:] „Aber es riecht gut.“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. An diesem Wochenende sind die Berliner auf dem Rückweg aus dem Skiurlaub in Südtirol. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

… wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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