noch mehr vom meer

[Wieck*. Freitag Abend.]

[GM:] „Mir ist langweilig. Was kann ich machen?“

[folienstern:] „Auf dem Kopf stehen und lachen?“

[GM:] „Menno. Das ist doof.“

[Kurz darauf. GM:] „Großer Junge, wollen wir heute Abend etwas kochen?“

[GJ:] „Au ja! Komm‘, wir gucken Kochbücher durch!“

[Das große Mädchen und der große Junge blättern Kochbücher durch.]

[GJ:] „Hier! Hähnchen Indisch – das ist total lecker.“

[GM:] „Och nö… Ich mag kein Hähnchen Indisch.“

[GJ:] „Hast Du das schon mal gemacht? Das ist total lecker!“

[kneteeis:] „Entscheidet Euch schnell, dann können wir dem Vater noch Bescheid sagen, dass er die fehlenden Zutaten mitbringt.“

[GM:] „Okay. Hähnchen Indisch. Und ich mache noch einen Salat. Und wenn wir das nächste Mal kochen, darf ich entscheiden.“

[GJ:] „Okay.“

[kneteeis:] „So, los! Sagt an, was Ihr braucht!“

[Das große Mädchen und der große Junge lesen Zutaten vor; kneteeis whatsappt die Liste an den Vater, der gerade beim Einkaufen ist.]

[Etwas später. kneteeis:] „So, ich bin Euer Kochassistent. Ihr sagt mir, was ich machen soll!“

[Das große Mädchen und der große Junge kochen mit Unterstützung von kneteeis.]

[GM:] „Und wenn die anderen kommen, dann sagen wir: ‚Hähnchen Indisch mit Salat – gutes Lied, wie im Spinat!‘.“

[Etwas später kommt der Rest der Familie zum Essen.]

[GM, GJ:] „Hähnchen Indisch mit Salat – gutes Lied, wie im Spinat!“

[Alle essen. GM:] „Hmmm, ist das lecker!“

[GJ:] „Hab‘ ich doch gesagt! Gut, dass wir das gemacht haben!“

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Aufgegessen.

[Wieck. Samstag Morgen.]

[GJ:] „Ich mache mir jetzt sieben verschiedene Toaststreifen, und dann esse ich die der Reihe nach auf. Zuerst den hellsten, am Schluss den dunkelsten.“

[KM:] „Ich esse Brötchen mit Wurst. Und mit Sirup.“

[kneteeis:] „Warte mal – ich mache ein Foto…“

[Das kleine Mädchen steckt die Wurst in den Mund. kneteeis:] „Nein! Ich wollte die doch noch fotografieren!“

[GM:] „Darf ich Schoko-Chips? Auf mein Brötchen?“

[folienstern:] „Auf Dein Brötchen?!“

[GM:] „Ja, wieso nicht?“

[folienstern:] „Na gut. kneteeis, machst Du davon auch noch ein Foto?“


[Ahrenshoop. Samstag Nachmittag. Eröffnung der Langen Nacht der Kunst]

[kneteeis:] „Oh, gut, dass wir schon früher da waren. Jetzt wird es ja doch voll. Ich gehe mal und hole uns einen Kaffee.“

[GM:] „Mama, mir ist kalt, kann ich was Warmes?“

[folienstern:] „Ok, da gibt es Wurst.“

[Etwas später. folienstern:] „Guckt mal, da sitzt die Kanzlerin.“

[Kanzlerin in der Eröffnungsrede (sinngemäß):] „Und dann können die Kinder ja auch malen. Das ist ja gut – man soll ja alles mal versuchen, denn wenn man es nicht probiert, lernt man ja nichts! Also malt mal!“

[folienstern:] „Jetzt geht das Kinderprogramm los. Da drüben kann man Acrylbilder malen, und hier kann man Stofftaschen bemalen.“

[GM, KM:] „Wir wollen Acrylbilder malen!“

[GJ:] „Ich mache eine Stofftasche! Da male ich ein Bild von unserem Ferienhaus drauf!“

[GM:] „Jetzt möchte ich eine Stofftasche bemalen!“

[KM:] „Und ich möchte angemalt werden. Als Schmetterling.“

[GM:] „Und dann möchte ich noch die Bilder ansehen von der Ausstellung.**“

[folienstern:] „Okay.“

[In der Ausstellung. folienstern:] „Ach, guck mal, großes Mädchen, die Kinder mit dem roten Hut, die haben da gewohnt, wo jetzt das Buchgeschäft ist. Da unten ist ein Bild, wie das aussah.“

[GM:] „Cool“.


[Wieck. Sonntag Morgen.]

[folienstern:] „Ich möchte heute mit dem Vater nach Stralsund fahren. Den kleinen Jungen nehmen wir mit.“

[kneteeis:] „Okay. Bleiben das große und das kleine Mädchen beide hier?“

[KM:] „Ich bleibe hier! Ich möchte mit dem großen Jungen etwas spielen.“

[Kurz darauf. Das große Mädchen und der kleine Junge sind mit ihren Eltern bereits ins Auto gestiegen. KM:] „Ich möchte doch mit!“

[folienstern:] „Okay… – Dann bleibt also nur der große Junge hier. Dann könnt Ihr Euch einen ruhigen Tag machen. Um sechs Uhr gehe ich dann mit dem Vater zum Abendessen, dann hast Du alle vier Kinder.“

[kneteeis:] „Okay.“

[Etwas später. kneteeis:] „Großer Junge, was wollen wir denn jetzt unternehmen?“

[GJ:] „Ich weiß: Erst fährst Du etwas Inliner, und dann fahren wir mit den Fahrrädern nach Prerow und ich zeige Dir, wie ich im Meer schwimme!“

[kneteeis:] „Okay. Guter Plan.“

[Etwas später am Strand in Prerow. GJ:] „Guck‘ mal Mami, wie ich schwimme! Und es ist gar nicht so kalt…“

[kneteeis:] „Toll! Warte, ich gehe auch mal rein – brrrr, ist das eisig…“

[GJ:] „Jetzt bin ich ein Sandkünstler. Ich baue eine Stadt!“


[Stralsund. Nautineum.]

[folienstern:] „Guckt mal, hier gibt es sogar einen Abenteuerspielplatz. Wollen wir erst ein bisschen Sachen angucken und dann zum Spielplatz?“

[GM:] „Ja, aber nur ganz kurz Sachen ansehen. Dann spielen. Dann nochmal ansehen.“

[KM:] „Ich will zum Spielplatz!“

[folienstern:] „Oh, guck‘ mal, großes Mädchen, hier ist ein echtes Fischerhaus.“

[GM:] „Haben da echte Menschen die Sachen benutzt? Die Zeitung gelesen und so?“

[folienstern:] „Ja. Cool, oder?“

[GM:] „Davon muss ich Fotos machen!“

[KM:] „Kann man da reinklettern in das Ding da?“

[folienstern:] „Ja, das ist eine Druckkammer. Und nachher gibt es noch ein Unterwasserlabor.“

[Vater:] „Habt Ihr schon Fische geworfen?“


[Auf der Rückfahrt.]

[KM sieht ein Wahlplakat mit Frau Merkel:] „Guck mal, Mama! Da ist die Dame, die auf dem Fest, wo ich angemalt worden bin, ein grünes Outfit anhatte. Jetzt hat sie ein blaues Outfit an. Warum ist die da drauf?“

[folienstern:] „Weil bald Wahlen sind und sie gerne wieder gewählt werden möchte, da sollen die Leute sie erkennen.“

[KM:] „Ach so.“

[kneteeis an folienstern per Whatsapp:] „Wenn es Hotdogs geben soll, während ihr essen geht, brauchen wir noch die Zutaten.“


[Wieck. Sonntag Abend.]

[folienstern:] „So, wir fahren jetzt zum Abendessen; Zutaten für Hotdogs haben wir besorgt. Viel Spaß!“

[kneteeis:] „Okay. Wir haben Lego für alle und machen Hotdogs.“

[folienstern:] „Super!“

[GJ:] „Jetzt ratet mal, was für wen ist!“

[GM:] „Oh, das Friends ist für mich!“

[KM:] „Und Ninjago ist bestimmt für den großen Jungen.“

[GJ:] „Genau!“

[Alle Kinder – bis auf den kleinen Jungen – bauen Lego und essen danach Hotdogs.]

[GJ:] „Gugu!“

[kneteeis:] „Du möchtest noch Gurke?“

[KJ:] „Gugu!“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. Seit knapp zwei Wochen sind alle zusammen im Sommerurlaub auf dem Darss. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

** folienstern hatte leider verpasst, dass eine Fotoerlaubnis 5 Euro gekostet hätte. Bitte melden Sie sich von Seiten des Kunstmuseums gerne im Kommentarfeld, dann reichen wir die noch nach!

… und wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern heute Abend ab etwa 21 Uhr bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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