abschied vom meer

[Wieck*, Freitagabend.]

[folienstern:] „Jetzt war ich dieses Jahr gar nicht am Weststrand!“

[kneteeis:] „Dann fahr doch morgen früh gleich!“

[folienstern:] „Gute Idee, das mache ich.“


[Samstagmorgen, gegen sechs Uhr.]

[folienstern:] „Ich fahr dann jetzt zum Weststrand. Tschüß!“

[Vater:] „Okay.“

[KJ:] „Neiiiin! Mama!!!“

[folienstern:] „Ich komm bald wieder, kleiner Junge!“

[KJ:] „Neiiin! Mamaaa!!!“

[Nach etlichen Wiederholungen. Vater:] „Jetzt fahr‘ mal einfach los.“

[folienstern:] „Ok. Danke. Tschüß, kleiner Junge.“

[folienstern radelt durch den Darßwald zum Weststrand, macht einen kurzen Strandspaziergang und schwimmt ein bisschen.]

 


[Beim Frühstück auf dem Balkon.]

[GJ:] „Mama, guck‘ mal da!“

[kneteeis:] „Was denn?“

[GJ:] „Eine Schnecke! Ich glaube, die möchte mit uns frühstücken!“

[kneteeis:] „Wir können sie ja einladen. Wie heißt sie denn?“

[GJ:] „Was mit S?“

[kneteeis:] „Wie wäre Svenja? Svenja, die Schnecke?“


[Samstag. Nach dem Mittagessen.]

[kneteeis:] „Ich wollte jetzt noch nach Prerow in den Outdoorladen fahren. Und dann kann der große Junge noch die Hüpfkarte von den Kindern aufbrauchen, die Ihr gekauft hattet. Ein Kind würde ich so mitnehmen, wenn es mehr werden, wäre noch ein Erwachsener toll.“

[GM:] „Ich will auch mit!“

[KM:] „Ich auch!“

[KJ:] „Au!“

[folienstern:] „Dann fahre ich wohl mit.“

[kneteeis, der große Junge und das große Mädchen fahren in der ersten Kolonne Richtung Laden; folienstern, das kleine Mädchen und der kleine Junge folgen in Richtung Trampolin.]

[folienstern:] „Oh, kleines Mädchen, hast Du die Bisons gesehen?“

[KM:] „Nee, wo?“

[folienstern:] „Schon vorbei. Komisch, heute sind gar keine Wasserbüffel da.“

[KM:] „Dann gucken wir die auf dem Rückweg an.“

[Etwas später. folienstern:] „Mensch, kleines Mädchen, kannst du nicht etwas schneller fahren?“

[KM:] „Nein! Heute geht das nicht. Das schubbert.“

[folienstern:] „Wie? Ach, Mensch, dein Rad ist ja schon wieder ganz platt! Menno, das ist ja doof. Dann müssen wir gleich etwas anders fahren und es aufpumpen lassen.“

[KM:] „Ja, siehst du? Ich kann heute nicht schneller.“

[folienstern:] „Nee, das stimmt. Tut mir leid, dass ich so ungeduldig war!“

[KM:] „Guck‘ mal, ein Hügel! Da kann man sitzen und Butterbrote essen.“

[folienstern:] „Oh, wie bei Madita.“

[KM:] „Ja. Mama, ich sag immer was, und Du sagst, wo es her ist.“

[folienstern:] „Ok.“

[KM:] „Wir können auf dem Hügel sitzen und Butterbrote essen.“

[folienstern:] „Madita.“

[KM:] „Richtig, Mama. Jetzt aber ab in den Tischlerschuppen!“

[folienstern:] „Emil. Äh, Michel.“

[KM:] „Ja, genau. Nicht Emil sagen, Mama, sonst denke ich, du meinst Emil aus der Kita!“

 

[Etwas später am Strand.]

[folienstern:] „Wir setzen uns direkt hier hin, von da aus könnt Ihr gut zum Trampolin und auch zum Wasser.“

[GM:] „Haben wir Badesachen dabei?“

[kneteeis:] „Nee. Die haben wir total vergessen, weil ich ja eigentlich nur in den Laden wollte.“

[GJ, KM:] „Dürfen wir nackedei baden?“

[folienstern:] „Klar. Aber erst hüpfen.“

[Alle Kinder – bis auf den kleinen Jungen, der noch nicht darf – gehen 10 Minuten hüpfen.]

[GM:] „Jetzt haben wir noch zwei Mal hüpfen übrig.“

[GJ:] „Ich kann ja morgen noch einmal mit Mama fahren, wenn Ihr schon weg seid.“

[GM:] „Ich will noch nicht abfahren!“

[folienstern:] „Ab ins Wasser!“

[GM:] „Aber ich habe keine Badesachen dabei! Und ein Handtuch haben wir auch nicht.“

[Der große Junge und das kleine Mädchen sind schon am Wasser. Das große Mädchen läuft nach kurzem Zögern hinterher.]

[kneteeis:] „Soll ich mal gucken, ob ich noch ein Badetuch kaufen kann?“

[folienstern:] „Da wären die Kinder sicher dankbar.“

 


[Samstag Abend.]

[kneteeis:] „Jetzt gibt es noch Steak und Salat zum Selbst-Zusammenstellen.“

[GM:] „Ich habe keinen Hunger.“

[folienstern:] „Kein Wunder – Du hast ja vorhin am Strand als einzige noch ein Hotdog gegessen.“

[KM:] „Ich möchte kein Fleisch. Kann ich nur Salat und Brot?“

[GJ:] „Ich mache mir nur Mozzarella und Tomate. Und Fleisch. Aber ein ganzes Stück schaffe ich nicht.“

[Der kleine Junge zieht dem Vater ein Steak vom Teller:] „Au!“

[Etwas später. Vater:] „Ich sage das ja wirklich selten, aber das war etwas viel Fleisch.“

[kneteeis:] „Sorry. Ich dachte, jedes Kind isst ein eigenes Steak. Da hatte ich das Eis und das Hotdog vom Strand nicht eingeplant.“


[Sonntagvormittag. folienstern, Vater und alle Kinder packen. Und packen. Und packen. Und fahren los.]

[folienstern:] „Oh, guck mal, kneteeis und der große Junge winken uns noch. Ich mach noch schnell ein Foto.“

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Abschied.

[Auf der Fahrt.]

[folienstern:] „Guckt mal, lauter Erdbeerhäuschen!“

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Erdbeerhäuschen.

[Wieck. Sonntag Mittag.]

[GJ:] „Ich möchte jetzt noch einmal nach Prerow fahren und die Hüpfkarte aufbrauchen. Und noch einmal ins Wasser. Und auf den Spielplatz. Und noch ein Crêpe essen.“

[kneteeis:] „Okay, dann nichts wie los. Ostsee-Fünfkampf – Radfahren, Hüpfen, Schwimmen, Crêpeessen und Spielplatz.“

[kneteeis postet am Strand Fotos auf Facebook. folienstern von unterwegs:] „Ihr seid nochmal in Prerow?“

[kneteeis:] „Ja. Ostsee-Fünfkampf.“


[Berlin. Sonntag Abend.]

[folienstern:] „Ach Mensch, ich hab vergessen, das vollbeladene Auto zu fotografieren. Na ja, dann halt das ausgepackte Gepäck. Und jetzt noch auspacken … “

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Fast ausgepackt.

[Wieck. Ungefähr zur gleichen Zeit.]

[kneteeis:] „Mist. Ich habe vergessen, beim Packen Fotos zu machen. Na ja, dann fotografiere ich jetzt eben ein paar von den eingepackten Taschen.“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. Seit knapp drei Wochen sind alle zusammen im Sommerurlaub auf dem Darss. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

… und wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern heute Abend ab etwa 21 Uhr bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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