alles mögliche durcheinander

[Hamburg*. Freitagnachmittag  im Zug.]

[Zugbegleiter:] „Die Fahrkarten bitte!“

[GJ:] „Haben Sie auch eine Kinderfahrkarte?“

[Zugbegleiter:] „Ich glaube schon. Warte mal…“

[Kurz darauf im Bordbistro. GJ:] „Ich möchte gerne meine Überraschung abholen!“

[Bistromiarbeiter:] „Bitte schön.“

[GJ:] „Wow, super! Das ist Robbi Regio! Den hatte ich noch nicht.“

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Diverses Lesematerial & Robbi Regio (vorne im Bild).

[Berlin. Freitagabend.]

[kneteeis:] „Oh, der kleine Junge hat die Pringles erwischt!“

[Vater:] „So lange er sie nur in den Mund steckt…“

[kneteeis:] „Zu spät. Aber so gibt das wenigstens ein schönes Foto für unseren Instagram-Account.“

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Pringles. Nicht im Mund.

[Berlin. Samstagmorgen.]

[Vater, aus der Küche rufend:] „Wer möchte noch ein Spiegelei?“

[folienstern:] „Ich gerne!“

[Der Vater kommt aus der Küche und legt ein Spiegelei auf kneteeis‘ Teller. folienstern:] „Äh – ich wollte das Ei, nicht kneteeis!“

[Vater:] „Oh, Entschuldigung. Das hatte ich anders gehört.“

[folienstern:] „Wenn Du nach 20 Jahren meine Stimme immer noch nicht von der von kneteeis unterscheiden kannst, finde ich das schon etwas bedenklich.“

[Vater:] „Auch wenn Du erkältet bist und gleichzeitig vier Kinder durcheinander rufen?“

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Spiegelei für folienstern.

[Etwas später. GM:] „Ich möchte gerne Babybrei zum Frühstück.“

[folienstern:] „Haben wir nicht im Haus.“

[GM:] „Darf ich fahren und welchen kaufen? Ich bringe dann auch etwas für die anderen mit.“

[folienstern:] „Meinetwegen. Nimm‘ Dir Geld aus meinem Portemonnaie und fahr‘ los.“

[KM:] „Bringst Du mir Maoam mit?“

[GM:] „Okay. Babybrei, Maoam für uns beide und ein neues Glas Nutella.“

[folienstern:] „Nutella nicht. Wir haben noch ein ganz frisches Glas.“

[GM:] „Aber da gibt es jetzt diese coolen bunten!“

[Vater:] „Dann tun wir halt das andere Glas in den Vorrat.“

[Das große Mädchen fährt los und kommt kurze Zeit später zurück. GM:] „Guck‘ mal! Ich habe dieses Nutella-Glas ausgesucht! Das hatte so ein schönes Muster! Und zwei Gläser Babybrei. Und Maoam für das kleine Mädchen und für mich.“

[Kurz darauf. Vater:] „Was macht eigentlich der kleine Junge? Der ist so still.“

[kneteeis:] „Ich glaube, der isst das Maoam vom kleinen Mädchen auf.“

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Maoam.

[Berlin. Samstagvormittag.]

[kneteeis:] „Großes Mädchen, zeigst Du mir jetzt noch, wie weit Dein neues Zimmer schon ist?“

[GM:] „Ja, klar! Komm‘ mit hoch!“

[kneteeis:] „Oh, das wird bestimmt toll. Aber was ist denn hier los? Schraubt Ihr mit dem Akkuschrauber die Bügelperlen an den Computer?“

[GM:] „Nee. Ich habe da Bügelperlen gemacht. Und Papa hat irgendetwas festgeschraubt. Und mit dem alten Bildschirm haben wir heute morgen gespielt.“

[kneteeis:] „Ach so.“

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Stilleben.

[Berlin. Samstagmittag.]

[GJ:] „Ich habe Hunger, aber ich kann mich nicht entscheiden, worauf ich Appetit habe.“

[Vater:] „Ich mache jetzt Kohlsuppe zum Mittag.“

[kneteeis:] „Kohlsuppe mit Hack? Das klingt lecker.“

[Vater:] „Ich sagte eigentlich ‚zum Mittag‘, aber vielleicht haben wir auch noch Hack.“

[GJ:] „Ich habe aber keinen Appetit auf Kohlsuppe.“

[GM:] „Ich auch nicht. Ich möchte Nudeln.“

[Vater:] „Dann musst Du Nudeln kochen.“

[GM:] „Ich mache Nudeln mit Pesto für die Kinder, und Du machst Kohlsuppe für die Erwachsenen.“

[Etwas später beim Essen. folienstern:] „Hmmmm, die Suppe ist aber superlecker geworden.“

[kneteeis:] „Ja, die ist sensationell gut.“

[KM:] „Das ist aber ungerecht, dass Ihr den größeren Topf habt. Wir sind ja mehr Kinder, deshalb müssten eigentlich wir den größeren Topf haben.“

 


[Hamburg. Samstagnachmittag.]

[kneteeis:] „Puh, wieder zuhause. Und jetzt müssen wir gleich auch schon los zu der Übernachtungsparty bei Deiner Freundin.“

[GJ:] „Ich ziehe mich schon mal an… Guck‘ mal!“

[kneteeis:] „Ha, das sieht lustig aus.“

[GJ:] „Wie denn?“

[kneteeis:] „Guck‘ doch mal in den Spiegel!“

[GJ:] „Sehr witzig. Ich kann doch nichts sehen.“

[kneteeis:] „Ach so, ja. Dann mache ich ein Foto.“

[Kurz darauf auf der Straße. GJ:] „Ich laufe so weit vor, dass Du mich nicht mehr sehen kannst!“


[Berlin. Sonntagmorgen]

[folienstern:] „Bäh, jetzt hat es mich so richtig erwischt. Ich glaube, ich kann nicht mal zum Frühstück aufstehen.“

[GM:] „Musst Du nicht. Ich mach Dir Frühstück. Was möchtest Du?“

[folienstern:] “ Hm – ein gekochtes Ei und zwei Toasts. Einen mit Butter in Streifen, bitte, und einen mit Honig so.“

[KM:] „Ich möchte bitte Milchreis.“

[GM:] „Ok, dann mach ich das jetzt.“

 


[Hamburg. Sonntagvormittag bei den Freunden, bei denen der große Junge die Übernachtungsparty gefeiert hat.]

[kneteeis:] „Großer Junge, kommst Du jetzt mit nach Hause?“

[GJ:] „Ich kann nicht. Wir spielen Bauernhof, und ich bin der Bauer. Ich muss hier das Getreide einsammeln und da drüben in den Silo bringen.“

[kneteeis:] „Welchen Silo?“

[GJ:] „Na, die Rutsche! Mama, was ist eigentlich ein Silo?“

[kneteeis:] „Ein großer Aufbewahrungsbehälter, zum Beispiel für Getreide. Noch drei Eimer?“

[GJ:] „Na gut. Noch drei Eimer, dann komme ich.“

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Bauer bei der Arbeit.

[Berlin. Sonntagmittag auf dem Spielplatz]

[Vater:] „Ich fahr‘ jetzt mit dem kleinen Jungen nach Hause. Kommt Ihr dann um halb eins, wenn das andere Mädchen losfährt?“

[Viertel nach eins. GM, KM:] „Tut uns leid, wir waren mitten im Spiel!“


[Hamburg. Sonntagnachmittag.]

[GJ:] „Können wir rausgehen und Fußball spielen?“

[kneteeis:] „Ja, gleich. Ich komme.“

[GJ:] „Wollen wir beide auch Trikots anziehen? Ich kann Dir mein peruanisches Trikot leihen. Ich glaube, das passt Dir.“

[kneteeis:] „Nur mit Trikot ist es zu kalt, glaube ich. Ich ziehe das Trikot unter die Jacke, okay?“

[GJ:] „Okay. Ich ziehe mein Hummels-Trikot unter den Pulli. Wenn es sehr warm wird, dann kann ich Jacke und Pulli ausziehen und habe immer noch das Trikot an.“


[Berlin, Sonntagnachmittag]

[Vater:] „Komm, großes Mädchen, wir wollen los ins Jüdische Museum zur Jerusalemausstellung!“

[Im Zug. GM:] „Mist, ich habe meinen Beutel im Fahrradkorb liegen gelassen!“

[Vater:] „Der wird schon noch da sein, wenn wir wieder kommen.“

[Im Jüdischen Museum. GM:] „Ich wünschte, ich hätte meinen Reli-Ordner dabei, dann könnte ich jetzt nachgucken, wie das ist mit der Menora ist.“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. Am Freitag und Samstag dieser Woche waren die Hamburger bei den Berlinern zu Besuch. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

… wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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