von allem etwas

[Hamburg*. Samstagmorgen.]

[GJ:] „Mami, guck‘ mal! Auf dem Kalenderblatt ist der Mount Everest!“

[kneteeis:] „Wieso das denn?“

[GJ:] „Es geht irgendwie um den Himmel. Warum heißt der Mount Everest eigentlich Mount Everest?“

[kneteeis:] „Hmmm… – Also: Mount steht sicher für ‚Mountain‘, das heißt ja ‚Berg‘ auf Englisch. Und Everest war vermutlich ein Mensch. Warte, ich gucke mal nach…“

[kneteeis schlägt Mount Everest bei Wikipedia nach:] „Also… – Bei den Menschen, die früher in Nepal oder Tibet lebten, hatte der Berg verschiedene Namen, z.B. Kanchenjunga oder Chomolungma. Und als dann die Engländer kamen, hat jemand dem Berg einen neuen Namen gegeben.“

[GJ:] „Was heißen denn die alten Namen?“

[kneteeis:] „Kangchenjunga heißt wohl ‚Die fünf Schatzkammern des großen Schnees‘. Und Chomolungma heißt wohl ‚Heilige Mutter‘.“

[GJ:] „Dann hätten die Engländer den Berg auch einfach ‚Die fünf Schatzkammern des großen Schnees‘ oder ‚Heilige Mutter‘ nennen können. Das ist ja Quatsch, sich einen neuen Namen auszudenken, wenn es schon mehrere gibt.“

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Mount Everest.

[Hamburg. Samstagvormittag bei Einkaufen.]

[GJ:] „Huch? Was ist denn das da?“

[kneteeis:] „Oh, das ist bestimmt ein Lieferroboter – wie süß!“

[GJ:] „Fährt der hier ganz alleine herum?“

[kneteeis:] „Nee, ich glaube, die Dame, die daneben hergeht, gehört dazu und passt auf ihn auf.“

[GJ:] „Wie cool – wenn ich groß bin, möchte ich auch Roboterbegleiter werden“

[kneteeis:] „Das ist sicherlich lustig.“

[Etwas später zuhause. kneteeis:] „Ach, guck‘ mal: Hier in der Zeitung ist ein Artikel über den Lieferroboter. Nachdem ich vorhin vergessen habe, ein Foto zu machen, kann ich jetzt wenigstens den Artikel fotografieren.“

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Lieferroboter.

[Berlin. Samstagmittag, beim Angucken einer Oberschule.]

[folienstern:] „Also, diese Schule finde ich auch ganz gut.“

[GM:] „Mhm. Ich kann mich gerade nicht entscheiden, wen ich auf Platz eins möchte. Diese oder die von letzter Woche.“

[folienstern:] „Na, zum Glück musst Du Dich dieses Jahr auch noch nicht entscheiden.“


[Hamburg. Samstagnachmittag.]

[kneteeis:] „Was hältst Du davon, wenn wir jetzt Kürbisssuppe machen?“

[GJ:] „Au ja! Ich habe auch schon Hunger!“

[kneteeis:] „Okay. Möchtest Du beim Kochen mitmachen?“

[GJ:] „Au ja! Darf ich den Kürbis schneiden?“

[kneteeis:] „Hmmm, vielleicht nicht von Anfang an, aber Du kannst die abgeschnitten Teile in kleinere Stücke teilen – wäre das okay?“

[GJ:] „Okay. Dafür brauche ich aber ein großes Messer!“

[Etwas später.]

[kneteeis:] „Puh, Du hattest Recht – die Würstchen sind wirklich sehr groß.“

[GJ:] „Warte – ich schätze mal, wie lang die sind…“

[Der große Junge misst das Würstchen mit den Fingern aus:] „Etwa 16 Zentimeter.“

[kneteeis:] „Meinst Du? Ich denke, die sind noch länger. Miss‘ doch noch einmal mit dem Maßband nach…“

[GJ:] „Mit dem kann man gar nicht ordentlich messen. Da kann man die ersten 10 Zentimeter nicht sehen. Also muss ich bei 10 Zentimeter anfangen, und nachher immer 10 Zentimeter abziehen…“


[Hamburg. folienstern auf einem Spaziergang mit einer Freundin.]

[Freundin:] „Oh, guck mal, das Planetarium!“

[folienstern:] „Wow, das sieht ja echt schön aus. Ich mach mal ein Foto. [Macht ein Foto] Hmm – manches muss man eben doch in echt ansehen!“

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Planetarium am Abend.

[Hamburg. Samstagabend.]

[GJ:] „Mami? Können wir jetzt noch den Vorspann zu einem neuen Playmobil-Film machen?“

[kneteeis:] „Jetzt noch?“

[GJ:] „Bitte! Die Fotos haben wir doch noch vom letzten Wochenende!“

[kneteeis:] „Na gut. Es ist ja Wochenende… Ich lade die Fotos mal auf den Rechner, und dann kann es losgehen. Willst Du auf dem Klavier eine Erkennungsmelodie spielen?“

[GJ:] „Okay. Ich spiele eine von meinen eigenen Kompositionen, ja?“

[kneteeis:] „Na klar, los!“


[Berlin. Sonntagmorgen.]

[folienstern:] „So – wenn Ihr jetzt badet, dann können wir danach ins Café zum Frühstücken gehen.“

[KM, KJ:] „Oh ja!“

[KM und KJ gehen in die Badewanne.]

[Etwas später. GM:] „Oh, hallo Mama. Wann bist Du denn zurückgekommen?“

[folienstern:] „Genau um Mitternacht.“

[GM:] „Geisterstunde!“

[folienstern:] „Ich hab keine gesehen. Willst Du auch baden?“

[GM:] „Ja.“

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Badezeit.

[Hamburg. Sonntagmittag. Der große Junge hat Besuch von einer Schulfreundin.]

[kneteeis:] „So, jetzt ist alles vorbereitet für’s Waffelbacken – kommt Ihr in die Küche?“

[GJ:] „Wir kommen, wenn die ersten zwei Waffeln fertig sind.“

[kneteeis:] „Okay.“

[Kurz darauf. kneteeis:] „Die ersten zwei Waffeln sind fertig!“

[Der große Junge und die Besucherin kommen in die Küche. GJ:] „Guck‘ mal, da ist Zimt und Zucker. Den habe ich selbst gemischt. Und dann ist da noch Puderzucker und Apfelmus. Was möchtest Du?“

[Besucherin:] „Ich nehme alles. Ich bin nämlich bei uns in der Familie diejenige, die am liebsten süße Sachen isst.“

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Die ersten zwei Waffeln.

[Berlin. Sonntagvormittag, im Café.]

[KM:] „Guck mal, Mama, wenn der Knopf nicht so schräg wäre und der hier auch nicht, dann wäre es eine richtige Vier.“

[folienstern:] „Stimmt, wie beim Würfel.“

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Würfellehne.

[GM:] „Kann ich ein Käsefrühstück haben?“

[KM:] „Kann mir jemand mal vorlesen? [folienstern liest die Karte vor.] „Ich möchte das Fitness Frühstück. Das ist nämlich gesund.“

[Vater:] „Ich nehme ein Omelette.“

[folienstern:] „Ich nehme das englische. Und der kleine Junge kann Rührei haben.“

[Später. GM:] „Ich glaube, wir haben zu viel bestellt. Und der kleine Junge hat fast nicht von seinem Rührei gegessen.“


[Hamburg. Sonntagabend.]

[kneteeis:] „So, das war der Abspann. Jetzt ist der Film fertig.“

[GJ:] „Lädst Du den jetzt noch auf Youtube hoch?“

[kneteeis:] „Wenn ich mich noch erinnere, wie das genau geht… – Warte mal… – Ach je…“

[GJ:] „Was ist denn?“

[kneteeis:] „Der Computer zeigt an, dass das mindestens eine Stunde dauert. Dann ist schon lange Schlafenszeit.“

[GJ:] „Dann gehe ich eben ins Bett, und morgen früh gucke ich, ob wir ‚Daumen hoch‘ oder Kommentare haben, ja?“

[kneteeis:] „Okay, aber mach‘ Dir nicht zuviel Hoffnung. Unser letzter Film von vor zwei Jahren hat bisher insgesamt erst 42 Aufrufe.“

[GJ:] „Dieser ist aber länger und besser. Den gucken bestimmt mehr Leute an.“


[Berlin. Sonntagabend.]

[Vater:] „Komm mal schnell, Du musst ein Foto machen!“

[folienstern:] „Was ist denn passiert?“

[Vater:] „Schnell!“

[KJ:] „Raus!“

[folienstern kommt:] „Ach neee. Der Klassiker – Kopf im Geländer … Gut, dass die oben breiter sind als unten.“

[Vater:] „Hast Du das Foto? Dann kann ich den kleinen Jungen da jetzt ja rauspflücken.“

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Nicht mit Absicht.

* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

… wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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