ein schulkind!

[Berlin*. Samstagmorgen, etwa 5 Uhr. Der große Tag ist da, nach viel Conni-kommt-in-die-Schule-Vorlesen und Nele-kommt-in-die-Schule-Hören.]

[KM:] „Mama, heute ist Einschulung!! Stehen wir jetzt auf?“

[folienstern:] „Es ist noch echt früh. Willst Du nicht noch schlafen?“

[KM:] „Nein! Mama?“

[folienstern:] „Mhm?“

[KM:] „Wir haben gestern gar nicht den fliegenden Ferdinand geschaut!“

[folienstern:] „Wir schon. Aber da warst Du schon eingeschlafen.“

[KM:] „Ihr solltet mich wecken! Das ist gemein. Kann ich den jetzt schauen?“

[folienstern:] „Hm. Na gut. Du bist ja eh wach. Aber wir stellen den Ton ganz leise, die anderen schlafen noch.“

[Das kleine Mädchen schaut zweimal dieselbe Folge vom fliegenden Ferdinand, ehe alle anderen auch wach werden und es Frühstück gibt.]

[folienstern:] „Kleines Mädchen, heute darfst Du im Nachthemd frühstücken, damit das Einschulungskleid nicht dreckig wird.“

[KM:] „Ok. Darf ich Kuchen zum Frühstück?“

[folienstern:] „Nee, das ist doch dein Einschulungskuchen, den das große Mädchen extra mit Schultüte dekoriert hat! Den gibt es nachher.“

[KM:] „Das ist gemein, dann solltest Du mir den noch nicht zeigen!“

[Etwas später brechen alle Berliner, Opi und Oma zum Einschulungsgottesdienst auf und treffen da die Patentante. Vor der Kirche:]

[KM:] „Guck mal, Mama! Das Gespenst auf der Schultüte hat ein Auge verloren!“

[folienstern:] „Oh je, ein einäugiges Gespenst!“


[Hamburg. Der große Junge hat einen neuen Schreibtisch bekommen.]

[kneteeis:] „Setzt Du Dich mal an Deinen Schreibtisch, damit ich ein Foto machen kann?“

[GJ:] „Okay. Einmal mit und einmal ohne Gesicht, damit wir eins für den Blog haben!“

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[Berlin. Bei der Einschulungsfeier gibt es einen Chor, verschiedene Tänze und ein Theaterstück, begleitet vom Schulorchester – und dann die erste Schulstunde.]

[folienstern auf dem Schulhof:] „Oh je, es fängt an zu regnen und die Oma ist mit dem kleinen Jungen und der Gitarre nach Hause gefahren und wir haben die Jacke vom kleinen Mädchen im Buggy vergessen!“

[Vater:] „Dann zieht sie halt meine an.“

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Jackenlösung

[Hamburg. Samstagmittag.]

[kneteeis:] „So, jetzt können wir weiter aufräumen. Im Regal ist ja Platz, nachdem wir die Malsachen im Schreibtisch verstaut haben.“

[GJ:] „Vielleicht passt da die Pyramide rein?“

[kneteeis:] „Gute Idee! Dann können wir die Verkleidesachen in den Hocker räumen, in dem die Ägypter und Römer waren, dann haben wir wieder ein Fach frei!“


[Berlin. Samstagnachmittag.]

[KM:] „Jetzt mach ich meine Schultüte auf! Und meine anderen Geschenke.“

[folienstern:] „Warte noch kurz, bis alle da sind!“

[KM, etwas später:] „Aber jetzt! Ich schütte gleich meine Schultüte aus, wie Conni!“

[folienstern:] „Ach ja. Deshalb musste ich auch alle Geschenke einpacken, oder?“

[KM:] „Ja, genau!“

[KM:] „Oh, der Ponyhof! Genau, wie ich mir gewünscht habe! Und das Puppenbett, das Mama früher hatte, hat Opi mir auch mitgebracht.“

[folienstern:] „Das ist ja gut. Den Ponyhof können wir dann ja nach dem Mittag aufbauen.“

[Berlin. Samstagabend.]

[folienstern:] „Kleines Mädchen, worauf freust Du Dich denn am meisten in der Schule?“

[KM:] „Aufs Tanne lernen! Dann kann ich die endlich richtig malen.“


[Hamburg. Samstagabend.]

[kneteeis:] „Hm – was machen wir denn heute Abend zum Essen? Es kommt ja noch eine Freundin vorbei, die ich nicht so gut kenne – sie hat aber gesagt, sie isst eigentlich alles.“

[GJ:] „Warum machen wir nicht die Kürbissuppe aus dem Kürbis aus der Gemüsekiste, die Du sowieso machen wolltest?“

[kneteeis:] „Stimmt. Du hast recht. Die machen wir!“

[GJ:] „Und ich schneide die Mohrrüben!“


[Hamburg. Sonntagvormittag.]

[kneteeis:] „Und jetzt räumen wir das Lego fertig auf. Wir müssen noch die 3-in-1-Häuser wieder aufbauen und ins Regal stellen.“

[GJ:] „Wollen wir spielen, dass es im Legoland ein Erdbeben gegeben hat und dass dabei ganz viele Häuser zerstört worden sind? Oder dass der Hurrikan Irma da vorbeigekommen ist? Und jetzt müssen wir aufräumen?“

[kneteeis:] „Hauptsache, die Häuser sind nachher aufgebaut. Also los!“

[Etwas später.]

[kneteeis:] „Was wollen wir heute eigentlich zum Mittag essen?“

[GJ:] „Suppe, natürlich.“

[kneteeis:] „Natürlich. Mit Würstchen?“

[GJ:] „Ja. Ich möchte anderthalb Würstchen.“

[kneteeis macht die Suppe warm.]

[kneteeis:] „Das Essen ist fertig! Ich habe auch schon ein Foto für den Blog gemacht.“

[GJ:] „Warte – das kannst Du so nicht nehmen. Ich muss die Suppe erst dekorieren!“


[Berlin. Sonntagmittag.]

[KM:] „Mama?“

[folienstern:] „Ja?“

[KM:] „Guck‘ mal, was der kleine Junge gemacht hat!“

[folienstern:] „Oh, da hat er wohl Deine Kreide erwischt. Mit Absicht!“

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Mit Absicht?

* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

… und wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern heute Abend ab etwa 21 Uhr bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

 

 

 

 

 

 

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