mpi & muttertag

[Berlin*. Samstagmorgen. 4:42h]

[KM:] „Mama, kann ich die Dinger jetzt endlich abnehmen?“

[folienstern:] „Du, es ist noch ganz früh. Wir machen die Elektroden nachher raus**. Jetzt schlaf erst nochmal.“[Berlin. Samstagmorgen. 6:00h]

[KM:] „Jetzt bin ich wach! Können wir die jetzt raus machen?“

[folienstern:] „Ok. Und dann frage ich mal, ob wir vielleicht schon früher kommen können, wenn Du eh schon wach bist.“

[KM:] „Au ja. Und dann mache ich wieder die Fragen, und dann gibt es ein kleines Geschenk, und dann kann ich mir ein Fahrrad kaufen.“

[folienstern:] „Genau – Du bekommst ja Geld dafür, dass Du da mitmachst, und damit kannst Du dann einen Teil vom Fahrrad bezahlen. Oh, sie sagen, wir können schon kommen. Dann los.“

[Im Zug:] „Jetzt muss ich mal lesen, wo wir sind. W-E-st-Kre-U-kreuz.“

[Nach dem Aussteigen. folienstern:] „Wollen wir jetzt gleich Erdbeeren kaufen oder erst nachher?“

[KM:] „Jetzt gleich!“

[folienstern:] „Okay. Aber dann kaufen wir heute zwei Schalen und bringen den anderen was mit.“

[KM:] „Okay. Aber ich darf schon essen!“

[folienstern:] „Wie gestern, da durftest Du bei der Studie ja auch essen.“

[Etwas später. KM:] „Jetzt darf ich mir was aussuchen!“

[Versuchsleitung:] „Ja, genau. Du hast auch echt toll mitgemacht. Guck‘ mal, was es alles gibt.“

[KM:] „Oh, ein Dino-Ei! Zum Ausgraben. Das nehme ich. Oder – vielleicht doch die Muschel? Nein, das Dino-Ei.“

[Auf dem Rückweg:] „Mama, weißt Du, warum ich das Dino-Ei genommen habe? Das hat so gekribbelt. Der Dino da drin ist nämlich ein echter, und der will gerne raus.“

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Lebendiger Dino.

[Hamburg. Samstagvormittag.]

[kneteeis zu sich selbst:] „Hm, ob folienstern mir schon geantwortet hat ob wir heute #12von12 und morgen #wib machen? Ich gucke mal…“

[folienstern an kneteeis per WhatsApp:] „Oder einfach zusammen?“

[kneteeis an folienstern:] „Oder ich mache heute #12von12 (habe schon 7), und Ihr sammelt für #wib, und ich ergänze morgen? Der große Junge ist ja heute noch unterwegs.“

[folienstern an kneteeis:] „Wir haben auch schon viel. Von heute, meine ich. Dann machen wir #wib.“

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[Berlin. Samstagmittag.]

[GM:] „Wann gibt’s Mittag?“

[folienstern:] „Das dauert noch etwas. Ich mache diesen Zucchinisalat von dem Etepeteterezept, den Du probieren wolltest, und was mit den Auberginen.“

[GM:] „Gut, dann fahre ich in der Zwischenzeit mal einkaufen.“


[Berlin. Sonntagmorgen.]

[KJ:] „Da, Mama!“

[folienstern:] „Oh, ein Kuchen zum Mutter- und Vatertag! Hast Du den gebacken?“

[KJ:] „Meiner!“

[KM:] „Ich hab‘ auch was. Zwei Sachen. Eigentlich drei, aber eine habe ich im Hort vergessen.“

[folienstern:] „Oh gut, dann kriege ich ja morgen noch was. [Packt aus.] Wow, eine Karte und ein Herz! Hast Du das alles selber ausgeschnitten?“

[KM:] „Ein paar Blätter hat mein Pate ausgeschnitten. Und dann hat er gesagt, ich soll alles Grüne nochmal machen, aber die Lehrerin hat gesagt, das ist gut so. Und dann ist es doch auch gut, oder?“

[folienstern:] „Ich finde, das ist beides sehr schön geworden! Mir gefällt besonders die lila Schrift hier.“

[KM:] „Erst hatte ich so sanftes Blau genommen, aber dann habe ich nochmal übergemalt.“

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Karte.

[GM:] „Hier, Mama! Augen zu, Hände ausstrecken.“

[folienstern:] „Oh, für mich?“

[GM:] „Ja, das andere habe ich in der Schule vergessen.“

[folienstern:] „Dann kriege ich ja morgen nochmal richtig viele Geschenke!“

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Noch ein Geschenk.

[folienstern:] „Macht Ihr denn auch das Frühstück heute?“

[GM:] „Ich mache das, aber so richtig schön.“

[KM:] „Ich habe schon einen Tee gemacht.“

[folienstern, nach dem Frühstück:] „Was ist das denn?“

[KM:] „Da hat der kleine Junge auch einen Tee gemacht.“

[folienstern:] „Mit Pfeffer!“

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Pfeffertee.

[Hamburg. Sonntagnachmittag.]

[kneteeis:] „Wie schön, dass Du wieder da bist, großer Junge! Ich habe Pizzateig vorbereitet, dann können wir nachher Pizza essen. Und Du kannst mir erzählen, was Du mit Papa erlebt hast.“

[GJ:] „Au ja, Pizza! Darf ich die Sauce machen?“

[kneteeis:] „Klar. Willst Du auch die Salami schneiden?“

[GJ:] „Au ja!“

[Kurz darauf. GJ:] „Guck‘ mal, wie ich die Salami schneide! Da muss man erst Viertel machen und die dann noch einmal halbieren. Darf ich gleich auch noch die Mozzarella schneiden?“

[Nach der Pizza. GJ:] „Mama? Darf ich noch Nachtisch machen?“

[kneteeis:] „Meinetwegen. Wir haben noch Erdbeeren.“

[GJ:] „Dann mache ich Joghurt mit Erdbeeren.“

[Kurz darauf. GJ:] „Du kriegst die Schildkröte und ich nehme das Rad!“

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Schildkröte und Rad.

[Etwas später. kneteeis:] „Räumst Du jetzt bitte noch Deinen Rucksack aus?“

[GJ:] „Darf ich erst einen Film ansehen? Ich hatte die ganze Woche keinen.“

[kneteeis:] „Okay. Aber danach räumst Du Deinen Rucksack aus, ja?“

[GJ:] „Okay.“

[Etwas später. GJ:] „Mama? Kommst Du mal?“

[kneteeis:] „Was denn?“

[GJ:] „Ich möchte Dir zeigen, wo wir gewandert sind! Guck‘ mal: Hier in der Nähe von Buchholz sind wir losgegangen, und dann da und da, und da gab es den Weg nicht mehr, aber Papa ist trotzdem da durchgegangen, und ich auch. Und dann haben wir da übernachtet. Und dann sind wir dahin, dann hatten wir kein Wasser mehr, da haben wir uns was geholt. Und dann konnten wir Opa nicht anrufen, dass er uns vom Parkplatz abholt, weil Papa sein Telefon nicht dabei hatte. Deshalb sind wir dann nach Schneverdingen gelaufen, und dann sind wir mit dem Zug zurückgefahren.“

[kneteeis:] „Wow – das war ja ein richtig weiter Weg! Und weißt Du was: Wenn Ihr letzten Jahr da gewandert wäre, hättet Ihr am Schluss in Schneverdingen unsere Tante besuchen können, Omis Schwester. Aber inzwischen wohnt die da leider nicht mehr.“

[GJ:] „Das wäre ja witzig gewesen! Wir können ja nächstes Mal einfach dahin wandern, wo sie jetzt wohnt!“


[Berlin. Sonntagnachmittag.]

[folienstern:] „Oh, kleiner Junge, baust Du Dir ein Bett auf der Bank?“

[KJ:] „Da, meiner!“

[folienstern:] „Ein Bett für den Hasen!“

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Hasenbett.

* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

** Das kleine Mädchen hat bei einer Studie vom Max-Planck-Institut mitgemacht und zwei Nächte mit Elektroden geschlafen.

… wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern ab circa 21 Uhr bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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