die beste waffel deutschlands

[Hamburg*. Freitag Abend.]

[Der große Junge und das große Mädchen sitzen auf dem ausgeklappten Sofa im Kinderzimmer des großen Jungen und zählen Geld.]

[GJ:] „600.“

[GM:] „Und noch 30. Wir haben 630 Euro.“

[kneteeis:] „Was macht Ihr denn da?“

[GJ, GM:] „Wir zählen Geld.“

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Geld zählen.

[Hamburg. Samstag Morgen.]

[kneteeis:] „Die Unordnung im Kinderzimmer räumt Ihr aber bitte noch auf, ehe das große Mädchen am Dienstag wieder abreist?“

[GJ, GM:] „Welche Unordnung?“

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Welche Unordnung?

[Hamburg. Etwas später.]

[kneteeis:] „So, ich möchte los zum Einkaufen.“

[GJ, GM:] „Können wir Linus im Puppenwagen mitnehmen?“

[kneteeis:] „Aber es regnet draußen.“

[GM:] „Aber der Wagen ist wasserdicht.“

[kneteeis:] „Na gut. Meinetwegen.“

[GJ:] „Können wir dann auch neue Kleider für Linus kaufen?“

[kneteeis:] „Mal sehen.“

[GJ, GM:] „Können wir uns dann auch noch jeder etwas zum Spielen aussuchen?“

[kneteeis:] „Mal sehen. Erstmal müssen wir loskommen.“


[Hamburg. Samstag Mittag.]

[kneteeis:] „Bald gibt es Mittagessen. Könnt Ihr bitte den Tisch decken?“

[GJ:] „Och nö.“

[kneteeis:] „Aber wir haben sogar Servietten!“

[GJ:] „Au ja! Ich falte die Servietten!“

[GM:] „Zeigst Du mir, wie das geht?“

[GJ:] „Hier sind Servietten für Euch beide, dann zeige ich, wie es geht, und Ihr faltet mit.“

[kneteeis:] „Warte – ich möchte Fotos für den Blog machen…“

[GJ:] „Aber dann kannst Du ja nicht gleichzeitig falten.“

[kneteeis:] „Ich falte dann danach.“

[kneteeis:] „So, das Essen ist fertig!“

[GJ:] „Hm! Nudeln mit Tomatensauce!“

[kneteeis:] „Da sind auch Mohrrüben drin. Die sind noch etwas fest, glaube ich. Ich weiß auch nicht warum.“

[GJ:] „Mit Mohrrüben mag ich die Sauce nicht so gerne.“

[kneteeis:] „Dann schiebst Du die Mohrrüben beiseite.“

[Etwas später. GJ:] „Darf ich noch eine Portion?“

[kneteeis:] „Trotz der Mohrrüben?“

[GJ:] „Die kann ich ja beiseite schieben.“


[Berlin. Samstag Mittag.]

[Vater:] „Das Essen ist fertig!“

[folienstern:] „Mmh, das sieht aber lecker aus. Warte mal, ich mach ein Foto für den Blog, so mit entspannt erwachsenem Salat! Und wir haben endlich die Kisten mit den Kinderkleidern an alle kleinen Cousins weggeschickt, super.“

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Entspannt erwachsener Salat.

[Telefon klingelt. folienstern telefoniert und legt auf.]

[folienstern:] „Hhm – das war die Mutter von einer Klassenkameradin vom großen Mädchen. Die haben gefragt, ob wir Kleidung haben wollen … Sie kommen gleich vorbei.“

[folienstern verbringt den Nachmittag mit Kleidungsortieren …]


[Hamburg. Samstag Nachmittag.]

[GM:] „kneteeis, hast Du Backpulver?“

[kneteeis:] „Backpulver?“

[GM:] „Ja. Und Natron.“

[kneteeis: ] „Natron??“

[GM:] „Und Kakaopulver?“

[kneteeis:] „Kakaopulver???“

[GM:] „Ja, wir machen ein Experiment.“

[kneteeis:] „Okay… – Warte mal…“

[Etwas später.]

[kneteeis:] „Was ist denn bei Eurem Experiment herausgekommen?“

[GM:] „Das hat nicht geklappt.“

[kneteeis:] „Oh. Schade. Aber oft lernt man mehr ja aus Experimenten, die nicht klappen, als aus denen, die klappen.“


[Hamburg. Noch später. Der große Junge und das große Mädchen sind bei einer Nachbarin im Hochparterre des Hauses von kneteeis und dem großen Jungen zur Geburtstagsfeier.]

[kneteeis, vom Balkon rufend:] „Großer Junge, großes Mädchen! Guckt mal hoch!“

[GJ, GM:] „Hallo!“


[Berlin. Samstag Abend.]

[Vater:] „Hast Du schon Essen gemacht?“

[folienstern:] „Nee, sollte ich?“

[Vater:] „Hattest Du doch gesagt.“

[folienstern:] „Okay. Dauert aber dann noch ein bisschen, das Bobootie** muss ja etwas länger in den Ofen.“

[Zwei Stunden später.]

[folienstern:] „Essen ist fertig!“

[KJ:] „Njam, njam!“ [isst Zitronenscheibe.]


[Hamburg. Sonntag Morgen.]

[kneteeis:] „Oh, Ihr seid schon wach?“

[GM:] „Ja. Unser Einwohnermeldeamt hat schon geöffnet.“

[kneteeis:] „Ach so. Alles klar.“

[GJ:] „Guten Tag. Ich hätte gerne ein neues Passfoto.“

[GM:] „Okay. Wie heißen Sie?“

[GJ:] „Franz Steiner.“

[GM:] „Und wo wohnen Sie?“

[GJ:] „Lastropsweg.“


[Berlin. Sonntag Morgen.]

[folienstern:] „Hm, fast keine Kinder da. Und es regnet!“

[Vater:] „Dann können wir ja endlich den Film von neulich zu Ende gucken!“

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Frühstück.

[Hamburg. Sonntag Mittag auf dem Rückweg aus dem Schwimmbad.]

[GJ:] „Wann sind wir zuhause?“

[kneteeis:] „Vielleicht so um zwanzig vor zwölf?“

[GJ:] „Dann können wir ja noch Maus gucken!“

[GM:] „Können wir essen gehen? Ich habe Hunger auf Pizza.“

[kneteeis:] „Nach dem Schwimmen hat man oft Hunger auf etwas Herzhaftes, oder? Das geht mir auch immer so.“

[GJ:] „Ich dachte, wir machen heute Waffeln.“

[GM:] „Waffeln sind doch kein Mittagessen.“

[GJ:] „Doch. Und außerdem haben wir das gestern verabredet.“

[kneteeis:] „Wollt Ihr Euch beim Bäcker jeder ein Sandwich aussuchen? Und dann mache ich zuhause Waffeln, während Ihr den Rest von der Maus anseht? Dann sind die Waffeln sozusagen Nachtisch? Wäre das okay?“

[GJ, GM:] „Ja, okay.“

[Zuhause. kneteeis:] „Ich mache jetzt den Waffelteig.“

[GJ, GM:] „Dürfen wir dann noch den Rest von ‚Die beste Klasse Deutschlands‘ ansehen, was wir gestern aufgenommen haben?“

[kneteeis:] „Na gut. Meinetwegen.“

[Etwas später. kneteeis:] „So, jetzt gibt es Waffeln.“

[GJ:] „Hmmmmm… – Das sind die besten Waffeln Deutschlands! Yippie!“

[GM:] „Als nächstes treten die gegen Kenia an. Oder gegen Südafrika.“

[kneteeis:] „Müssen die dann auch Fragen beantworten? ‚Im Waffelteig sind a) Oliven, b) Eier, c)…“

[GJ:] „Das ist zu einfach. Lieber: ‚Im Waffelteig ist a) Backpulver, b) Eier, c)…“

[GM:] „Aber von meiner Waffel soll kein Foto in den Blog.“

[GJ:] „Aber das ist doch die beste Waffel Deutschlands!“

[GM:] „Ja! Wenn Du das schreibst, ist das okay.“


[Hamburg. Sonntag Nachmittag.]

[GJ, GM:] „Was können wir machen?“

[kneteeis:] „Wollen wir alle zusammen ein Spiel spielen? Ich hätte Lust auf Rummykub.“

[GM:] „Das kenne ich nicht.“

[GJ:] „Hast Du Lust auf Carcassonne?“

[GM:] „Nein.“

[kneteeis:] „Dann spielen wir jetzt Rummykub.“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. An diesem Wochenende kommt der Blog allerdings überwiegend aus Hamburg, wo das große Mädchen beim großen Jungen Ferien macht. Das kleine Mädchen ist unterdessen beim Opi der Kinder zu Besuch, und folienstern ist mit dem kleinen Jungen und seinem Vater entspannt zuhause in Berlin.

** Bobootie ist ein Auflauf mit Lammhackfleisch, dessen Rezept die Mutter von kneteeis und folienstern schon vor vielen Jahren aus Südafrika mitgebracht hat.

… und wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern heute Abend ab 21 Uhr bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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