herbst am hahneberg

[Berlin. Sonntag, früher Nachmittag. Schönstes Herbstwetter.]

[Mutter:] „Wisst Ihr was, wenn Papa wieder da ist und wir Mittag gegessen haben, können wir einen Ausflug zum Fort Hahneberg machen.“

[Oma:] „Prima – dann könnt Ihr gleich los, wenn Ihr den kleinen Jungen hingelegt habt, ich geh dann mit ihm eine Runde, wenn er wieder aufwacht.“

[Großes Mädchen:] „Och nö, ich will nicht.“

[Mutter:] „Ach, schade. Und ich dache, Du kannst uns das zeigen. Du warst ja schließlich schon mal da, mit der Schatzsuche.“

[GM:] „Stimmt, bei dem Geburtstag, wo ich eingeladen war. Aber da war ein großes Tor, da konnte man nicht durch. Da mussten wir „Sesam, öffne Dich!“ sagen und dann ist das Tor aufgegangen.“

[Mutter:] „Na, siehst Du. Das kannst Du uns dann ja zeigen.“

[GM:] „Keine Lust.“


[Nach dem Mittagessen machen sich Vater, Mutter und das kleine Mädchen fertig.]

[GM:] „Ich hab keine Lust. Ich geh nicht mit.“

[Mutter:] „Doch, Du gehst mit. Jetzt komm, zieh Dich an.“

[Kleines Mädchen:] „Ich geh nur mit, wenn ich meine Stöcker mitnehmen darf!“

[Mutter:] „Das ist unpraktisch. Du kannst lieber welche sammeln.“

[KM:] „Nein, ich will meine Stöcker mitnehmen. Auf meinem Fahrrad.“

[GM:] „Ich geh‘ nicht mit.“

[KM:] „Ich will aber meine Stöcker mitnehmen!“

[Mutter:] „Guck mal, hier ist eine Tüte, die kannst Du ganz und gar voll sammeln. Solange Du sie selber trägst.“

[KM:] „Ohja. [Singt:] Ich hab eine Tü-ü-te, und die mach ich vo-o-oll.“

[GM:] „Ich geh‘ nicht mit.“

[Nach mehrere Wiederholungen des Dialogs ist auch das große Mädchen fertig.]

[Großes Mädchen, während Mutter und GM auf das kleine Mädchen warten, das seinen Helm vergessen hatte:]

[GM:] „Warum muss ich immer alles zeigen?“

[Mutter:] „Na, weil Du das kennst, und ich dachte, Du freust Dich, wenn Du uns das zeigst.“

[GM:] „Ich freue mich keinesfalls. Im Gegenteil, ich bin sauer und wütend!“


[Auf dem Weg zur Fort.]

[KM:] „Nicht so schnell, ich sammle noch!“ [Sammelt viele Stöcker und Steine.]

[Vater:] „Und wo müssen wir jetzt lang?“

[GM:] „Da müssen wir lang, da unten.“

[Mutter:] „Ach gut, dass Du das sagst, ich wäre jetzt oben rum gegangen. Wo ist denn das Tor?“

[GM:] „Das sieht man doch nicht, das ist doch offen!“


[Beim Fort stellt sich heraus, dass man es nur mit Führung besichtigen kann. Die dauert aber anderthalb Stunden und fängt erst in einer Stunde an. Es ist die letzte Führung des Jahres, es geht erst im April wieder los.]

[GM:] „Ich will aber jetzt in das Fort.“

[Eltern:] „Das geht jetzt nicht. Wir könnten höchstens jetzt noch eine Stunde spazierengehen und dann wiederkommen.“

[KM:] „Ich will in den Wald.“

[GM:] „Ich will aber jetzt die Führung. Bis April ist viel zu lange.“

[KM:] „Ich will keine Führung. Ich will in den Wald.“

[GM:] „Ich hab aber Angst im Wald. Da verlaufen wir uns.“

[Mutter:] „Guck mal, da ist der Zaun vom Fort, da gehen wir jetzt dran entlang, dann können wir uns gar nicht verlaufen.“

[Alle gehen am Zaun des Forts entlang etwas im Wald spazieren. Das kleine Mädchen sammelt und sammelt. Langsam wird es kälter.]

[Vater:] „Guckt mal, ist das ein Ameisenhaufen?“

[Mutter, GM und KM gehen hin. Mutter:] „Oh ja, das ist ein Riesenameisenhaufen. Guckt mal, die Ameisen sind total lang – bestimmt einen Zentimeter.“

[GM:] „Wenn ich tausend Ameisen hätte, dann wären das …“

[GM:] „10 Meter.“

[Etwas später. Mutter:] „Großes Mädchen, willst Du jetzt noch warten, bis die Führung anfängt, oder machen wir das lieber im Frühjahr, wenn es wärmer wird?“

[GM:] „Im Frühjahr. Ich will jetzt nach Hause.“ [Hebt zwei Blätter auf:] „Die bring ich Oma mit.“

[KM:] „Ich will noch nicht nach Hause. Ich will sammeln.“

[Mutter:] „Oh, guckt mal, da ist eine Hütte.“

[KM:] „Da kann ich reingehen. Und was finden. Und tolle Sachen in meine Tüte stecken.“

[Kleines Mädchen kommt wieder aus der Hütte. Vater:] „Kleines Mädchen, willst Du mich anfassen?“

[KM:] „Ja.“ [Fasst den Vater an. In der anderen Hand hat sie die Tüte mit den gesammelten Sachen.]

[KM:] „Menno, jetzt kann ich gar nicht sammeln. Jetzt finde ich so tolle Sachen mit den Augen und kann sie nicht aufheben!“

[Am Fahrrad. KM:] „Wo sollen jetzt meine Sammelsachen hin?“

[GM:] „Die darfst Du in meinen Korb tun.“

[Und damit war der Ausflug fast beendet …]


… und mehr Familien-Wochenendberichte mit noch mehr Bildern gibt es wie immer bei Susanne Mierau auf ihrem Blog „Geborgen Wachsen“.

 

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