formen, flächen, fantasie

[Als das große Mädchen bei den Großeltern in Sommerferien war, musste die Oma unerwartet ins Krankenhaus. Wegen der Erfahrungen vom Anfang des Sommers (In Hamburg sagt man Tschüss) war das große Mädchen davon etwas mitgenommen. Als Trost hatten ihm die Großeltern versprochen, ihm die Kinderklinik von Playmobil* zum Geburtstag Mitte September zu schenken.]

[GM:] „Ich krieg das Kinderkrankenhaus, ich freu mich so!“

[Mutter:] „Mhm. Was wünschst Du Dir denn noch so?“

[GM:] „Alles von der Kinderklinik! Den Rettungswagen, den Heli, und guck mal hier: es gibt auch ein Krankenzimmer!“

[Mutter:] „Hm, das ist ja viel. Sollen wir vielleicht allen, die Dir was schenken wollen, Opi und die Mutter vom großen Jungen und Deinem Patenonkel und so, sagen, dass Du Dir was von der Kinderklinik wünschst?“

[GM:] „Au ja!! Und von den Kindern, die ich einlade, wünsch ich mir auch was davon!“

[Mutter und GM schreiben  die Wunschliste.]


[Geburtstagsmorgen. Das große Mädchen packt die Geschenke aus.]

[GM:] „Ich pack mal zuerst das hier aus. Oh, guck mal, der Helikopter! Cool. Den hab ich mir so gewünscht!“

[GM packt weiter aus:] „Ooooh, ein Maus-Türöffnerbuch*! Das habe ich mir gar nicht gewünscht, aber das ist sooo toll.“

[GM hat alles ausgepackt:] „Mama, das sind sooo tolle Geschenke. Die Kinderklinik von Oma und Opa. Und der Rettungswagen von Euch. Und der Heli. Und sogar noch der Notarztwagen vom Dede. Guck mal, eigentlich gehört der gar nicht dazu. Der hat ein anderes Zeichen. Aber das macht nichts, ich nehme den trotzdem dafür.“

[Der kleine Junge spielt derweil mit den Kartons.]

 


[Zwei Tage später. Das große Mädchen feiert seinen Geburtstag im Technikmuseum zu Flächen und Formen.]*

[Mitarbeiterin des Technikmuseums:] „So, jetzt gehen wir alle zusammen zum JuniorCampus. Das ist ganz schön weit. Was ist denn Dein Lieblingstier, großes Mädchen?“

[GM:] „Pferd.“

[Mitarbeiterin:] „Okay. Dann laufen wir jetzt alle als Pferd bis zur nächsten Laterne.“

[Alle Kinder laufen als Pferde bis zur nächsten Laterne. Dann sind die anderen Kinder dran. Es werden noch Panter, Katzen, Pinguine, Fledermäuse und Gänse gesichtet.]

[Mitarbeiterin:] „Super! Jetzt sind wir da. Jetzt geht es hier durch. Fahrt mal auf der richtigen Straßenseite und dann fahrt Ihr dahinten in den Matheraum.“

[Auf dem Boden ist eine Straße aufgemalt. Alle Kinder „fahren“ die Straße entlang und sammeln sich im Matheraum. Während die Kinder im Sitzkreis über Formen fabulieren, decken die Eltern draußen den Tisch. Die Formen-Deko war schon da. Der kleine Junge baut die Spielstraße ab.]


[Mutter:] „Meinst Du, wir können da jetzt schon reingehen?“

[Vater guckt durch die Scheibe:] „Die sind noch im Stuhlkreis.“

[Nachdem die Kinder mit dem Sitzkreis fertig sind, schleichen sich die Eltern mit in den Raum. Das ganze Zimmer ist voll von coolen Stationen zu Flächen und Formen – Magnetwürfel, Autos mit dreieckigen Rädern, Spiegelflächen … ]

[Mitarbeiterin:] „Wer will einen Magnetwürfel machen?“

[Mehrere Kinder:] „Ich!!“

[Mehrere Kinder und das große Mädchen setzen Magnetwürfel zusammen.]

[Mutter probiert und probiert.]

[GM:] „Mein erster Würfel ist fertig! Jetzt mach ich einen nur in Rot!“

[Nach einer Weile, in der die Kinder verschiedene Sachen ausprobieren. Mitarbeiterin:]

„Wollen wir jetzt mal einen Riesenwürfel bauen?“

[Mehrere Kinder:] „Jaaa!“

[Kinder setzen den Würfel zusammen.]

[GM:] „Da muss an die Seite noch was.“

[Ein Kind:] „Auf diese Seite kommen alle Zweien.“

[GM:] „Dann kommen gegenüber alle Fünfen hin.“

[Ein Kind:] „Heb mal hoch die unteren da!“


[Nach viel Formen-Spiel und einer Stärkung mit Kartoffelsalat und Würstchen geht es in den Werkraum. Es werden eine Girlande und Formen-Monster gebastelt.]

[Ein Kind:] „Ich mach einen Kreis.“

[GM:] „Ohja, ich auch. Das ist Quentin. Und dann mach ich noch Tess und Theo.* Und ein Monsti hab ich schon.“

[Ein anderes Kind:] „Ich hab schon ein Fressmonster. Das frisst mit den Augen. Jetzt mach ich noch den König.“

[Kleines Mädchen:] „Ich hab einen Kreis mit Hut. Jetzt mach ich noch einen Kreis mit Backen. Das muss ich noch festkleben.“

[Kleben mit der Heißklebepistole. Viele Monster später werden sie alle im Kreis vorgestellt – Saugmonster und Fressmonster und Augenmonster und König und Plus und noch viel mehr.]


[Zuhause.]

[GM:] „Welches Geschenk pack ich denn als erstes aus?“

[Kinder:] „Meins!“

[GM:] „Ich mach einfach Flaschendrehen.“

[Kind:] „Och nö, da bin ich immer letzter.“

[Kommt als Vorletzter dran.]

[GM:] „Siehst Du, gar nicht letzter. Jetzt essen wir was und gucken in die Tüten.“

[Kinder essen (wenig), packen ihre Tüten aus (viel – aber nicht zu viel und sehr schön, von littlebags.de*), spielen. Und spielen. Und spielen.]


[Am Abend:]

[Mutter:] „Was war denn besonders schön heute?“

[GM:] „Alles!“

[Mutter:] „Und worüber soll ich im Blog schreiben?“

[GM:] „Wie ich mit meiner Kinderklinik spiele. Und dem Rettungswagen. Und überhaupt.“

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* Playmobil, Maus, Technikmuseum, Theo, Tess und Quentin (von Was ist Was?) und little bags sind alle nicht gesponsert. Aber uneingeschränkt empfehlenswert! Besonders gut: die little bags sind zwar als „Für Jungen“ und „Für Mädchen“ ausgewiesen, es war aber gar kein Problem, mit etwas Austausch über Facebook und Mail, geschlechtsneutrale Tüten, die wunderbar zum Thema Formen und Flächen passten, zu bestellen.

 

Mehr Familienblogs gibt’s wie immer bei frau mieraus Wochenende in Bildern.

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