ostereiereien

am

[Hamburg. Gründonnerstag.]

[Großer Junge:] „Warum gibt es von Playmobil eigentlich keine Ostersachen?“

[Mutter:] „Wieso? Gibt es doch. Hasen und so.“

[GJ:] „Nein, ich meine mit Jesus.“

[Mutter:] „Ach so. Mit Jesus. Und mit dem Kreuz?“

[GJ:] „Ja. Aber wahrscheinlich gibt es das nicht, weil Playmo-Männchen ja die Arme nicht zur Seite machen können. Dann müssten die ein ganz neues Männchen bauen, dass die Arme zur Seite ausstrecken kann. Und nicht nur nach vorne.“

[Mutter:] „Vermutlich.“

[GJ:] „Aber weißt Du was?“

[Mutter:] „Was denn?“

[GJ:] „Vorher war ja das letzte Abendmahl. Also, das war sozusagen heute. Das könnte ich nachspielen. Da nehme ich einfach Josef von der Weihnachtskrippe; den kann ich als Jesus nehmen – der sieht ja so ähnlich aus. Und dann brauche ich noch viele andere Männer. Und Essen habe ich auch.“


[Berlin. Gründonnerstag]

[Das große Mädchen und eine Schulfreundin hängen Ostereier im Weideniglu auf.]

[Schulfreundin geht in das Weideniglu:] „Oh, ein Paradies! Ein Osterparadies“.


[Hamburg. Karfreitag.]

[GJ:] „Mami, ich bastele jetzt ein Plakat für unser Haus.“

[Mutter:] „Für unser Haus?“

[GJ:] „Ja, um allen Frohe Ostern zu wünschen. Das hängen wir dann im Hausflur auf, ja?“

[Mutter:] „Okay, aber erst morgen. Heute ist ja noch Karfreitag.“


[Berlin. Karfreitag]

[Großes Mädchen:] „Mama, was soll ich machen? Mir ist so langweilig.“

[Mutter:] „Hmm, weiß nicht. Karfreitag darf einem langweilig sein. Du kannst ja in der Kinderbibel über Karfreitag lesen.“

[GM:] „Find ich blöd. Darf ich was schauen?“

[Kleines Mädchen:] „Ich will auch was schauen. Mama, was ist Karfreitag?“

[Mutter:] „Da ist Jesus gestorben.“

[KM:] „Ach so. Und warum heißt das Karfreitag? Darf ich was schauen?“

[Mutter:] „Hm, weiß ich gar nicht. Also, schauen höchstens was zu Karfreitag.“

[KM, GM:] „Na gut.“

[Einträchtiges Schauen von drei Folgen ChiRho zu Palmsonntag, letztem Abendmahl und Jesus in Gethsemane.]


[Hamburg. Ostersamstag morgens.]

[GJ:] „Können wir das Plakat jetzt aufhängen?“

[Mutter:] „Ja, klar.“

[GJ:] „Super! Wir nehmen es mit nach unten, wenn wir einkaufen gehen.“

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Fertiges Oster-Plakat.

[Hamburg. Ostersamstag nachmittags.]

[GJ:] „Mami, ich habe jetzt doch die Hasen aufgebaut. Das passt besser zu der Osterhasen-CD, die ich habe.“

[Mutter:] „Oh ja. Sehr schön.“

[GJ:] „Wenn ich groß bin, möchte ich auch Osterhase werden. Dann könnte man ein Pixi-Buch machen: ‚Ich habe einen Freund, der ist Osterhase‘.“


[Hamburg. Ostersamstag abends.]

[GJ:] „Mami, dieses Schild klebe ich dahin, wo es der Osterhase auf jeden Fall sieht. Wir müssen uns ja bei ihm für die Eier bedanken. Und dann bastele ich noch etwas für ihn. Wenn er uns etwas bringt, müssen wir ihm ja auch etwas schenken. Das lege ich dann dazu.“

[Mutter, von nebenan rufend:] „Ja, mach‘ mal.“

[GJ:] „Maaaammmiii! Ich brauche noch oranges und grünes Papier! Kannst Du mir das bringen?“

[Mutter:] „Kannst Du Dir das nicht selbst holen?“

[GJ:] „Nein. Ich habe heute schon sooo viel für Dich gemacht. Aufgeräumt, zum Beispiel. Jetzt kannst Du auch mal etwas für mich tun.“

[Mutter holt seufzend Papier:] „Bitte schön. Es ist übrigens schon nach acht Uhr.“


[Berlin. Ostersonntag, 7:00 (Sommerzeit).]

[Mutter:] „Oh, gleich fängt das Osterfrühstück in der Kirche an, lass uns ein bisschen beeilen!“

[Eine Stunde später kommt die Familie in der Kirche an.]

[GM:] „Wo ist das überhaupt? Oh, guck mal, die räumen schon ab!“

[Gemeindemitglied:] „Wir machen das immer direkt nach der Osternacht. Wollen Sie noch was essen?“

[Familie bekommt ein schnell, aber liebevoll zusammengestelltes Frühstück aus den Resten des Osterfrühstücks. Kinder spielen auf dem Kirchplatz. Auf einmal fangen die Glocken an zu läuten.]

[KM sagt etwas.]

[Mutter:] „Wie bitte?“

[KM schreit:] „Wenn die Glocken so läuten, muss man schreien!“

[Im Gottesdienst. Pfarrerin während der Predigt:] „Jesus sagt: ‚Lasset die Kinder zu mir kommen!'“

[KM:] „HalleJulia!“

 


 

[Hamburg. Ostersonntag, morgens um 7:30 (Sommerzeit).]

[GJ:] „Maaaaammmmiiii! Der Osterhase hat den Zettel und den Hasen mitgenommen! Und guck‘ mal! Er hat Eier in meinen Spielsachen versteckt! Wie gut, dass ich gestern nicht alles aufgeräumt habe, sonst hätte er gar nicht so gute Verstecke finden können!“


 

[Berlin. Später am Vormittag.]

[GM und KM auf dem Rückweg von der Kirche:] „Mama, war der Osterhase schon da?“

[Mutter:] „Ich weiß es nicht.“

[GM:] „Ich weiß, was wir machen! Wir gehen ins Wohnzimmer und machen die Leinwand runter, und dann warten wir, bis Du mit dem Weihnachtsglöckchen läutest, und dann wissen wir, dass der Osterhase da war.“

[KM:] „Und dann suchen wir los!“

[Etwas später: Kinder suchen und finden. ]

[KM:] „Ich hab eins! Und noch eins! Ohhh, GM hat mehr!“

[Am Nachmittag wird die Fortsetzung vom Weihnachtskapitel mit der Puppenküche mit Schlafzimmer ausgespielt.]


[Berlin. Ostersonntag abends.]

[KM, GM:] „Können wir was schauen?“

[Mutter:] „Ja, wir können den letzten Teil von ChiRho schauen. Ich muss nur noch schnell das Blog fertigschreiben.“

[GM:] „Wie lange dauert’s noch?“

[Vater:] „So lange, bis Du dreimal: ‚Wie lange dauert’s noch?‘ gesagt hast!“

[GM:] „Wie – lange – dauert’s- noch? Wie -lange – dauert’s – noch? Wie – lange – dauert’s noch?“


[Hamburg. Ostersonntag abends.]

[GJ:] „Mami, wieso bist Du so still?“

[Mutter:] „Weil ich den Blog fertig mache.“

[GJ:] „Dabei muss man doch nicht still sein!“


 

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