vergessene hausaufgaben & anderer spass

[Hamburg*. Freitagabend.]

[GJ:] „Mami, ich lese jetzt.“

[kneteeis:] „Aha?“

[GJ:] „Ja. Mir fehlen nur noch zwei Kapitel von Jim Knopf und der Wilden 13. Die lese ich jetzt noch, dann kann ich Montag früh ein neues Buch anfangen.“

[kneteeis:] „Ach so. Viel Spaß!“

[Kurz darauf. GJ:] „Guck‘ mal, wie toll: Hier muss man die Zeichnung mitlesen, damit der letzten Satz stimmt!“

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„Ende“

[Etwas später. GJ:] „Mami! Ich habe meine Spanisch-Hausaufgaben in der Schule vergessen! Dabei habe ich der Lehrerin versprochen, dass ich sie über’s Wochenende fertig mache! Das war aber nicht mit Absicht, weil wir doch den Ausflug gemacht haben. Deshalb waren wir so spät zurück, dass wir gar keinen Unterricht mehr hatten, und dann habe ich nicht dran gedacht.“

[kneteeis:] „Was hältst Du davon, wenn ich Deiner Lehreren eine Email schreibe und sie frage, ob sie uns die Aufgabe schicken kann?“


[Berlin. Samstagmorgen. 4:30.]

[KM:] „Mama? Können wir jetzt mein neues Fahrrad zusammenbauen?“

[folienstern:] „Es ist halb fünf! Dafür muss es hell sein. Versuch mal noch ’ne Runde zu schlafen.“

[KM:] „Och Menno! Aber draußen ist Schnee, da ist es doch ganz hell.“

[folienstern:] „Dann geht halt etwas in den Schnee.“

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Schnee.

[Etwas später. KM:] „Jetzt ist es hell! Können wir jetzt??“

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Neues Fahrrad.

[Hamburg. Samstagmorgen.]

[kneteeis:] „Ah, Deine Spanisch-Lehrerin hat schon geantwortet! Jetzt haben wir die Aufgaben. Die können wir nachher machen, wenn wir vom Mathe-Treff zurückkommen.“

[GJ:] „Oh, toll! Das mache ich dann gleich, wenn ich wieder hier bin.“

[kneteeis:] „Naja, vielleicht essen wir vorher noch etwas, oder?“

[Später, nach Mathe-Treff und Essen. GJ:] „So, jetzt mache ich die Aufgaben. Kannst Du mal das Spanisch-Wörterbuch holen? Ich sage Dir immer, welche Wörter ich nicht kenne, und Du guckst sie nach. Dann geht es schneller.“

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Spanisch-Hausaufgaben.

[Berlin. Samstagmittag.]

[Vater:] „So, Gemüsefach ist aussortiert.“

[folienstern:] „Oh gut. Dann mach ich heute mittag Borschtsch. Und jetzt einen Smoothie.

[KM:] „Darf ich von dem Smoothie? … Iiih. Schmeckt mir nicht!“

[KJ:] „Nicht lecker!“

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Smoothie. Nicht lecker.

[Berlin. Samstagmittag. KJ:] „Mama, ich blute!“

[folienstern:] „Oh weh, was ist denn da passiert?“

[KJ:] „Weh getan. Ich brauch ein Raster.“

[folienstern:] „Ein Pflaster?“

[KJ:] „Ja!“

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Pflaster.

[Hamburg. Samstagabend in der Oper in der zweiten Pause von „Don Quixote“.]

[GJ:] „Opi, ich möchte jetzt auch ein Bitter Lemon, wie Du vorhin. Und eine Brezel. wie Du vorhin.“

[Opi:] „Okay. Und ich gucke, ob es noch so ein Lachsbrötchen gibt, wie Du vorhin gegessen hast.“

[kneteeis:] „Ich nehme einen Weißwein, bitte.“


[Berlin. Samstagabend.

[GM:] „Kleiner Junge, soll ich Dir eingießen?“

[KJ:] „Ja, mehr Milch!“

[GM:] „Ohh. Jetzt ist die Milch umgekippt!“

[folienstern:] „Ach Mensch.“

[Es kippt noch ein Becher um. folienstern] „Aaarrrgh – großes Mädchen, der Becher ist zu wackelig, den soll man nur in der Hand halten.“

[GM:] „Wusste ich doch nicht! Ich hol‘ einen Lappen.“

[folienstern:] „Ja, schnell! Es läuft!“

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Milch, nicht mit Absicht.

[folienstern:] „Ich hol mir jetzt noch ein Buch und dann geh ich ins Bett.“

[KJ:] „Ich Buch!“

[folienstern:] „Du holst mir ein Buch? Danke!“

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Buch, ausgesucht.

[Hamburg. Sonntagabend spät.]

[kneteeis:] „So, jetzt bearbeite ich noch eins von den Verbeugungs-Fotos vom Ballett und poste es auf Facebook und Twitter.“

[GJ:] „Auf Twitter muss man immer gut überlegen, was man postet, weil das da jeder auf der ganzen Welt sehen kann.“

[kneteeis:] „Das stimmt. Weißt Du das von Logo?“

[GJ:] „Ja, klar. Darf ich auch ein Foto bearbeiten?“

[kneteeis:] „Wenn ich fertig bin.“

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Don Quixote: Verbeugung.

[Kurz darauf.]

[GJ:] „Guck‘ mal, Mami! Ich habe mein Foto von der Gemüsekiste bearbeitet. Und das vom Eis neulich.“


[Berlin. Sonntagmorgen. 4:30.]

[KM:] „Mama, ich hab meine Wochenhausaufgaben vergessen! Die mach‘ ich jetzt. Kommst Du?“

[folienstern:] „Nee. Es ist halb fünf!“

[KJ:] „Tütata schauen?“

[folienstern:] „Später. Wenn es sechs Uhr ist.“

[KJ:] „Ich hol ein Kindle. Und meine Roboterhose rutscht.“

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Roboterhose, rutschend.

[Berlin. Sonntagvormittag.]

[folienstern:] „So, jetzt ist nochmal Familienkonferenz. Das hat irgendwie nicht gut geklappt bisher mit den Aufgaben.“

[KM:] „Heute schreibe ich.“

[GM:] „Ich hab eine Idee. Wir brauchen alle Wecker.“

[folienstern:] „Hm. Und wie ist das mit den Aufgaben?“

[KM:] „Ich bin Fahrzeugwächter.“

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Familienkonferenz. Protokoll.

[KJ:] „Ich will weiße Schuhe! Und Tatütata.“

[KM:] „Nee, die nehm ich doch.“

[Freundin:] „Das ist auch gerecht, dass das kleine Mädchen die nimmt.“

[folienstern:] „Du könntest meine schwarzen Schuhe nehmen, kleiner Junge.“

[KJ:] „Na gut.“

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Monster-chic.

[KM:] „Jetzt musst Du noch ein Foto von mir und dem neuen Rad machen, Mama. Weißt Du was? Das hat 21 Gänge. 3 auf der einen Seite und 7 auf der anderen. Sind das nicht eigentlich nur 10?“

[Vater:] „Nee, man stellt ja immer bei beiden Zahnrädern was ein. Also 1 auf der einen Seite, und dann bis sieben.“

[KM:] „Ah, ich weiß. Und dann zwei auf der anderen Seite, und wieder bis sieben. Und drei und wieder bis sieben. Und beinahe hätte ich gestern an der Ampel mit Rückwärtstreten gebremst. Aber das geht ja gar nicht!“

[Etwas später. KM:] „Ach, Mama, ich will doch jetzt kein Foto mit mir und dem Fahrrad!“

[folienstern:] „Okay, dann ein andermal!“


[Hamburg. Sonntagnachmittag.]

[kneteeis:] „Hast Du Lust, mit mir noch ein Escape-Spiel zu spielen, bis die Klavierlehrerin kommt? Wir hätten gerade noch eine Stunde Zeit.“

[GJ:] „Nee. Aber ich habe Lust, meine Lockholm-Karte von neulich weiterzumachen. Weißt Du, wo die ist?“

[kneteeis:] „Vielleicht in Deiner Basteltüte?“

[GJ:] „Nein.“

[kneteeis:] „Ach hier! Aufgerollt neben der Heizung!“

[kneteeis:] „Während Du malst, gucke ich mal, ob aus dem Brot noch etwas wird. Der Teig war leider viel zu kalt und furchtbar weich. Ich habe nicht dran gedacht, dass ich die Buttermilch aus dem Kühlschrank hätte nehmen müssen.“

[Etwas später. kneteeis:] „Och, das hätte auch schlimmer ausgehen können. Das Brot geht zumindest ordentlich auf. Mal gucken, wie später der Anschnitt aussieht…“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

… weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern gibt es jede Woche bei grossekoepfe.de, für dieses Wochenende unter diesem Link.

Wir sind übrigens auch auf Instagram – natürlich als @nichtmitabsicht.

 

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