wald, hund zum essen & zu wenige ballett-jungs

[Süddeutschland*. Samstagmorgen.]

[folienstern:] „Kommt, wir machen nochmal einen Spaziergang durch den Wald, ehe wir nachher so lange zu fahren!“

[KJ auf dem Weg:] „Oh, Zug?“

[folienstern:] „Gerade kommt gar kein Zug. Aber hattet Ihr gesehen? Da war ein Baumstamm, der sah aus wie eine Zwergenhöhle.“

[Etwas später. KJ:] „Guck‘ mal!“

[KM:] „Der kleine Junge hat einen Stock! Dürfen wir den mitnehmen?“

[folienstern:] „Nein. Der bleibt hier. Wo ist denn jetzt der kleine Junge?“

[KM:] „Der spielt da im Haus. Aber das im Wald in der Kur war schöner, das war viel dichter. Und man konnte besser sehen, wo der Eingang ist.“


[Hamburg. Samstagmorgen.]

[GJ:] „Oh, Dein neues Messer! Hast Du damit das Brot eingeschnitten?“

[kneteeis:] „Ja, habe ich. Oh, sei vorsichtig – die Rasierklinge ist sehr scharf!“

[GJ:] „Echt? Zeig‘ mal…“

[kneteeis:] „Probier‘ mal hier an dem Papier!“


[Hamburg. Samstagvormittag.]

[kneteeis:] „So, jetzt müssen wir allmählich los zur Chinesisch-Werkstatt. Willst Du auch noch Bücher zurückgeben? Oder willst Du die noch behalten?“

[GJ:] „Ich gebe das Buch von der verrückten Lehrerin zurück. Das habe ich durch. Und das eine Ballett-Buch, weil da sowieso nur Fotos von Mädchen drin sind. Außer auf der Seite mit dem Pas-de-Deuc. Das andere behalte ich noch. Da sind immer auch Jungs abgebildet.“

[Etwas später in der Zentralbibliothek.]

[GJ:] „Das Buch mit der verrückten Lehrerin war wirklich gut!“

[kneteeis:] „Dann mache ich noch ein Foto, ehe wir es zurückgeben, ja?“

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Gutes Buch.

[Noch etwas später.]

[GJ:] „Gehen wir noch zur Alster?“

[kneteeis:] „Bei dem schönen Wetter auf jeden Fall!“

[GJ:] „Und dann können wir ja vom Jungfernstieg zurückfahren.“

[kneteeis:] „Soll ich wieder ein Foto von Dir mit der Alster machen?“

[GJ:] „Nein. Lieber an der U-Bahn-Station.“

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Jungfernstieg.

[Im Zug, irgendwo hinter Kassel.]

[folienstern:] „Oh, ab jetzt gibt es wieder Kinderbetreuung!“

[GM:] „Da geh‘ ich hin!“

[KM:] „Ich auch. Ich schau‘ nur noch zu Ende.“

[Etwas später. GM:] „Guck mal, ein Maize-Bild. Und jetzt kann der kleine Junge das aufessen. Und dann mach ich noch mehr Sachen und der kleine Junge kann alles essen.“

[Etwas später. GM:] „Guck, hier ist ein Hund! Hab ich selber gemacht. Auch die Augen.“

[KJ:] „Wauwau hamm!“


[Hamburg. Samstagabend.]

[GJ:] „Ich lege noch meine Sachen für morgen raus. Auf einen Anziehstapel! Machst Du ein Foto für den Blog?“

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Anziehstapel.

[Berlin. Samstagabend.]

[folienstern:] „Ich glaube, der kleine Junge kann gleich ins Bett.“

[Vater:] „Ich glaube, der hatte Entzug. Der muss erst noch Duplo spielen. Jedenfalls klang das gerade so. “

[KJ:] „Ein Turm!“


[Hamburg. Sonntagvormittag.]

[GJ:] „Spielen wir noch einmal das Spiel mit den Karten?“

[kneteeis:] „Das Catan-Kartenspiel? Klar!“

[GJ:] „Das macht sooo viel Spaß!“


[Berlin. Sonntagvormittag.]

[KM:] „Guck mal, meine neue Jacke! Die gefällt mir. Schön rot. Und viele Taschen hat sie.“

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Neue Jacke, rot.

[Hamburg. Sonntagnachmittag.]

[kneteeis:] „Ich mache mal die Apfelküchlein von gestern warm und schlage Sahne, dann ist gleich alles fertig, wenn unser Besuch kommt.“

[GJ:] „Hmmm, das riecht lecker. Kann ich schon anfangen?“

[kneteeis:] „Na gut, fang‘ schon mal an.“


[Berlin. Sonntagnachmittag.]

[folienstern:] „Kleines Mädchen, machst Du noch Deine Hausaufgaben fertig? Die Blätter, die Du gesammelt hast, hab ich Dir hingelegt. Ich lese in der Zwischenzeit dem kleinen Jungen vor.“

[KM:] „Ich kleb sie auf! Und dann schreib ich die Namen hin.“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin. An diesem Wochenende sind die Berliner anfangs noch in Süddeutschland im Urlaub. Alle Projekte, Produkte oder Veranstaltungen, die wir namentlich nennen oder verlinken, erwähnen wir, weil wir sie gut finden; wir erhalten dafür keinerlei materielle Vorteile.

… wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern ab circa 21 Uhr bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

Wir sind übrigens auch auf Instagram – natürlich als @nichtmitabsicht.

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