bella, emil & geburtstagszeugs

[Dieses Wochenende in Bildern erfordert mehrere Rückblenden*.]

[Rückblende I. Berlin. Sommer 2016.]

[Großes Mädchen:] „Mama, ich möchte Kaninchen haben. Meine Freundin hat auch Kaninchen.“

[folienstern:] „Nee, ich finde, dafür verreisen wir zu oft. Das möchte ich nicht. Außerdem sind Tiere nicht so meins.“

[GM:] „Du bist gemein!“


[Rückblende II. Berlin. Februar 2017. Whatsapp an folienstern von der Mutter der Freundin vom Großen Mädchen:] „Wollt Ihr zufällig unsere Kaninchen haben?“

[folienstern:] „Nee, danke. Ich finde, dafür verreisen wir zu oft.“


[Rückblende III. Berlin. Anfang März 2017. Bei folienstern klingelt das Telefon. Vater von der Freundin vom großen Mädchen:] „Sag‘ mal, könnt Ihr unsere Kaninchen für eine Woche nehmen? Wir müssen gerade da renovieren, wo die immer stehen.“

[folienstern:] „Okay.“

[Am folgenden Wochenende werden die Kaninchen samt Käfig und Heuvorrat gebracht.]

[GM:] „Mama, können wir die Kaninchen behalten?“

[folienstern:] „Ich finde, dafür verreisen wir zu oft. Und ich müsste auch erstmal sehen, dass Du Dich da richtig gut drum kümmerst!“

[GM:] „Okay, Mama. Morgen misten wir den Stall aus.“

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Kaninchen, gerade angekommen.

[Rückblende IV. Berlin. Ein paar Tage später. Morgens.]

[folienstern:] „Großes Mädchen, Kaninchen!“

[GM:] „Ja, Mama. Ich geh‘ schnell und füttere sie. Und dann will ich mit Dir darüber reden, ob wir die nicht doch behalten können.“

[folienstern:] „Hm.“

[GM kommt zurück:] „Neue Karotte reingetan, Wasser ist noch da. Ich hab ihnen auch Leckerlies gegeben. Können wir die jetzt behalten?“

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Kaninchen, frisch versorgt.

[folienstern:] „Hm, ich muss nochmal mit Papa drüber reden. Du hast Dich allerdings echt gut gekümmert. Wieviel würdest Du denn was von Deinem Taschengeld für die Kaninchen geben?“

[GM:] „Zwei Euro.“

[folienstern:] „Oh, das ist ja richtig viel.“

[Etwas später. GM:] „Hast Du Papa schon gefragt?“

[folienstern:] „Ja. Wenn wir es hinkriegen, dass sich jemand kümmert, wenn wir verreist sind, dann geht das vielleicht. Ich frag jetzt mal, was die noch haben wollen für die beiden.“

[Noch später. folienstern:] „Also, die haben gesagt, sie können sich manchmal kümmern, und sie möchten noch dreißig Euro haben. Das wäre ja genauso viel, wie Ihr dafür bekommt, dass Ihr das Playmoschloss verkauft.“

[GM, KM:] „Dann kaufen wir die Kaninchen!!“

[folienstern:] „Und wem soll welches gehören?“

[KM:] „Ich nehm Emil, der hat so schöne lange Haare im Gesicht.“

[GM:] „Ich nehm Bella, die ist so schön glatt.“


[Hamburg. Samstag früh.]

[kneteeis:] „So, jetzt müssen wir uns fertigmachen und zum Flughafen.“

[GJ:] „Wieso? Wir sind doch gestern erst aus Kapstadt zurückgekommen.“

[kneteeis:] „Na, da ist doch der erste Teil von der Geburtstagsfeier von Deinem Schulfreund! Bei der Modellschau!“

[GJ:] „Vormittags?! Ich dachte, das ist nachmittags! Ich wollte heute vormittag ganz in Ruhe zuhause spielen! Können wir absagen?“

[kneteeis:] „Nein. Das haben wir so verabredet. Und wir hatten auch darüber gesprochen, als die Einladung kam. Da hatten wir verabredet, dass ich bei Opi Tee trinke, während Du zum Geburtstag bei der Modellschau am Flughafen gehst. Und dann hole ich Dich nachher bei McDonald’s wieder ab.“

[GJ:] „Ich will nicht zu McDonald’s. Ich finde McDonald’s doof. Ich gehe da nur manchmal mit der Kinderfrau hin. Sonst nie.“

[kneteeis:] „Ich kann Dich ja etwas früher abholen, und wir essen später gemeinsam. Aber jetzt müssen wir los.“

[GJ:] „Ich habe keine Lust.“

[kneteeis:] „Egal. Dann hab‘ halt keine Lust, aber mach‘ Dich bitte fertig. Guck‘ mal, hier ist sogar ein genauer Plan, wo wir am Flughafen hinmüssen.“

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Lageplan Modellschau.

[Hamburg. Samstagmittag im Elternhaus von kneteeis und folienstern, wo kneteeis unterdessen ihren Vater, von den Kindern ‚Opi‘ genannt, besucht.]

[kneteeis:] „Oh, jetzt kommt die Sonne raus! Was hältst Du davon, wenn wir zu Fuß zum Flughafen gehen? Dann können wir uns unterwegs noch etwas unterhalten, und ich kann den großen Jungen etwas eher bei McDonald’s abholen.“

[Opi:] „Gute Idee!“

[Beide spazieren zum Flughafen, wo bei McDonald’s zwar zahlreiche Kindergruppen mit und ohne Luftballons zu sehen sind, aber noch keine Spur von der Geburtstagsfeiergruppe des großen Jungen.]

[kneteeis:] „Ach, die haben sich bestimmt verspätet. Kann ich Dich noch auf einen Cappuccino einladen?“

[kneteeis und Opi trinken jede/r einen Cappuccino und mustern danach erneut alle Kindergruppen.]

[kneteeis:]  „Ah! Da ist die Mutter vom Geburtstagskind. Guck‘ mal, die holen gerade erst Essen für die Kinder!“

[GJ:] „Mama! Wir haben noch gar nicht gegessen! Und ich möchte auch noch spielen!“

[kneteeis:] „Ach so. Ich dachte, Du wolltest gar nicht zu McDonald’s?“

[GJ:] „Darf ich noch spielen? Bitte!“

[kneteeis:] „Nur, wenn ich Deine Pommer aufessen darf. Ich hatte nämlich noch nichts zu essen, weil ich dachte, wir fahren gleich nach Hause.“

[GJ:] „Na gut. Ich bin eh‘ satt.“


[Berlin. Samstag.]

[GM:] „Mama, die Leckerli sind fast alle. Ich möchte jetzt mit meiner Freundin zum Laden fahren und neue kaufen.“

[folienstern:] „Echt? Wo ist denn hier ein Tierladen?“

[GM:] „Na, durch den Kitaweg, und dann über die Straße nach rechts und dann ist da Lidl und dann der Tierfutterladen!“

[folienstern:] „Okay. Aber nur für fünf Euro. Und an der großen Straße steigt Ihr ab und schiebt erst rüber, wenn kein Auto zu sehen ist!“

[GM:] „Okay.“

[GM und Freundin ziehen los. Nach einer Weile will folienstern zu Lidl aufbrechen und trifft die Mädchen auf dem Rückweg.]

[GM:] „Guck mal, wir haben so viele Leckerli gekauft. Das war etwas teurer. 2,85 Euro teurer. Ist das schlimm? Dafür haben wir auch extra Kaninchenmüsli.“

[folienstern:] „Oh, okay. Das ist dann jetzt der Rest von Deinem Taschengeld diesen Monat, oder?“

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Leckerli.

[Hamburg. Samstag Nachmittag.]

[kneteeis:] „Ich mache jetzt mal Rote Bete Chips. Willst Du mitmachen?“

[GJ:] „Nein. Ich möchte lieber spielen.“

[kneteeis:] „Okay. Dann mache ich die Chips alleine. Aber danach machen wir einen Plan für Deine Geburtstagsfeier nächste Woche, okay?“

[GJ:] „Okay.“


[Hamburg. Später am Samstag Nachmittag.]

[kneteeis:] „Puh, das war ganz schön anstrengend. Jetzt sind die Chips im Ofen. Ich suche mal die Liste mit den Spielen für Deine Feier, die Du schon gemacht hast, und dann schreiben wir alles noch einmal der Reihe nach auf. Soll ich mit der Hand schreiben oder wollen wir es im Computer schreiben?“

[GJ:] „Lieber im Computer.“

[kneteeis:] „Also… – Zwischen 14:00 und 14:30 kommen die Kinder. Dafür brauchen wir nichts, oder?“

[GJ:] „Doch. Ich muss Playmobil und Lego aufbauen. Ich mache eine Ecke mit Playmobil und Lego für die Jungs und eine Ecke mit Playmobil für die Mädchen. Und dann noch extra Playmobil für das kleine Mädchen. Und da darf vielleicht dann der kleine Junge auch mitspielen.“

[kneteeis:] „Ach so. Ja. Gar keine schlechte Idee. Dann ziehen die Kinder nicht alle Spielsachen aus den Regalen. Hoffentlich. Danach machen wir Flaschendrehen, oder?“

[GJ:] „Nein. Erst machen wir Namen sagen.“

[kneteeis tippt:] „Okay. Namen sagen.“

[GJ:] „Da hast Du ja gar nicht hingeschrieben, wer das macht. Und wann.“

[kneteeis:] „Nein, weil wir dafür nichts vorbereiten müssen.“

[GJ:] „Dann kannst Du aber doch ‚Alle‘ hinschreiben. Und Samstag.“

[kneteeis tippt.]


[Berlin. Sonntagmorgen.]

[folienstern:] „Hast Du die Kaninchen schon gefüttert? Und heute ist auch Stallputzen dran.“

[GM:] „Okay.“

[folienstern:] „Kleines Mädchen, wollen wir mal zu den Kaninchen gehen?“

[KM:] „Ja. Aber ich muss mir erst noch einen warmen Pullover anziehen. Dieser Schlafanzug ist so dünn wie ein Koboldsgewand!“

[folienstern:] „Okay.“

[KM bei den Kaninchen:] „Mama, jetzt gib mir bitte Emil!“

[folienstern gibt dem kleinen Mädchen Emil.]

[KM:] „Oh, der zappelt. Seltsam, Mama. Hier draußen sieht er ganz klein und niedlich aus. Und im Stall sieht er ganz groß aus.“

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Emil.

[Hamburg. Sonntag Vormittag.]

[GJ:] „Was kann ich machen? Mir fällt nichts ein!“

[kneteeis:] „Wie? Dir fällt nichts ein? Du wolltest doch gestern unbedingt hier zuhause spielen!“

[GJ:] „Ach ja! Ich weiß was: Ich putze mein ganzes Playmobil mit den Feuchttüchern, damit es nächste Woche schön ist, wenn die Gäste zu meiner Geburtstagsfeier kommen.“

[kneteeis:] „Okay, wie Du meinst…“

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Playmobil Putzprogramm.

[Berlin. Sonntag Nachmittag.]

[folienstern:] „Jetzt ist Käfig ausmisten dran.“

[GM, KM:] „Okay. Kannst Du uns mit den Kaninchen helfen?“

[folienstern:] „Ja, ich kann Bella halten, während Du den Stall ausmistest, großes Mädchen.“

[GM:] „Okay.“

[GM beim Ausmisten:] „Muss ich das machen, Mama?“

[folienstern:] „Ja, klar. Das gehört ja dazu.“

[GM:] „Na gut. Aber Du musst aufpassen, dass sie nicht abhauen, die Kaninchen!“

[KM mit Emil auf dem Arm:] „Mama, schnell, Emil haut ab!“

[folienstern:] „Großes Mädchen, schnell, mach‘ die Klappe oben auf!“

[GM:] „Ist offen. Schnell, Mama, tu‘ Emil schnell rein!“

[folienstern setzt Emil zurück in den Käfig. GM:] „Muss ich jetzt noch weiter ausmisten?“

[folienstern:] „Ja, klar. Aber aufpassen, dass Emil nicht abhaut!“

[GM:] „Fertig. Und nächste Woche kaufe ich ihnen noch was.“


* Für diejenigen, die unserem Blog nicht regelmäßig folgen: Der große Junge (GJ) lebt mit seiner Mutter (kneteeis) in Hamburg; das große Mädchen (GM) und das kleine Mädchen (KM) leben mit dem kleinen Jungen (KJ), ihrer Mutter (folienstern) und ihrem Vater in Berlin.

… und wie immer gibt es weitere Wochenendblogs mit mehr und weniger Bildern bei Susanne Mierau in ihren Blog ‚Geborgen Wachsen‘.

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