sommerfrische I

am

[Die Hamburger und die Berliner Familien sind gemeinsam im Urlaub. Zur Erinnerung: Die Mutter des großen und des kleinen Mädchens sowie des kleinen Jungen ist folienstern, die Mutter des großen Jungen ist kneteeis.

Am Freitagabend kommen alle im gemeinsamen Ferienhaus auf dem Darss an, der große Junge und seine Mutter etwas früher als die übrigen. Sie besichtigen das Haus, den Garten und die Aufteilung der Zimmer.]

[GJ:] „Oh, ist das schön! Das ist viel schöner als unser anderes Haus! Guck‘ mal, wie toll der Garten ist! Und da hinten ist ein Strandkorb! Ach, ist das schön!“

[kneteeis:] „Ach, guck‘ mal, hier unten könnte man besser draußen sitzen. Und oben sind so viele Treppen. Dann essen wir besser unten.“

[GJ:] „Ja. Aber wir schlafen ganz oben, das große Mädchen, das kleine Mädchen und ich.“

[kneteeis:] „Genau. Das Bett ist ja groß genug. Und ein eigenes Bad habt ihr auch. Ich ruf jetzt mal die Berliner an, wann die kommen.“


[Nach dem Abendessen.]

[folienstern:] „Geht Ihr jetzt ins Bett?“

[GM:] „Ja, Mama. Geh‘, zischi, nach unten. Du brauchst hier nichts zu machen. Das machen wir alles ganz alleine! Wo sind unsere Zahnbürsten?“

[KM:] „Mama, wo ist mein gelbes Auto?“

[folienstern:] „Ich geh‘ mal suchen. Sowohl die Zahnbürsten als auch das gelbe Auto.“

[Etwa eine Stunde und viele Taschen, Koffer und Ikea-Tüten später.]

[folienstern:] „So, hier sind Eure Zahnbürsten und Nachthemden. Geht dann mal bitte ins Bett.“

[KM:] „Und mein gelbes Auto?“

[KM, GM und GJ gehen alle zusammen SEHR spät im obersten Stockwerk ins Bett und kommen erst zum Frühstück am nächsten Morgen wieder runter.]

[GM:] „Ich wollte ja heute nacht zu Euch kommen, Mama, aber dann bin ich erst um sechs Uhr aufgewacht. Die anderen waren schon um halb sechs wach.“

[kneteeis:] „Und was haben die dann gemacht?“

[KM:] „Wir haben uns Geschichten erzählt!“


[Der große Junge und seine Mutter wollen mit den Fahrrädern zum Markt.]

[GM:] „Ich will auch mit! Das ist gemein!“

[folienstern:] „Wir haben aber noch keine Fahrräder, die müssen wir noch mieten. Und vorher muss Papa Bargeld holen.“

[GM:] „Das ist ungerecht!! Ich will auch mitfahren. Das ist sooo gemein.“

[folienstern:] „Du kannst ja laufen, Du kennst doch den Weg.“

[GM:] „Nee, ich war doch ein Jahr nicht mehr hier. Da kenn‘ ich das doch nicht mehr. Nicht zum Alleine-Laufen!“

[kneteeeis:] „Und wenn Du Dein Fahrrad hast, dann kannst Du auch eine von unseren Satteltaschen ausleihen!“

[KM:] „Wenn das große Mädchen eine Satteltasche bekommt, will ich auch eine Satteltasche!“

[GM:] „Das ist so gemein, dass ich nicht mit zum Markt kommen darf!“

[kneteeis:] „Großer Junge, kannst Du auch eine Satteltasche mit zum Markt nehmen? Dann muss ich nicht alles in meinem Rucksack tragen.“

[GJ:] „Nein. Ich will keine Satteltasche.“

[KM:] „Ich will auch eine Satteltasche!“


[Der große Junge und seine Mutter kommen vom Einkaufen zurück.]

[kneteeis:] „Wo ist denn das kleine Mädchen?“

[folienstern:] „Schläft.“

[Nach dem Mittagessen legt sich die Mutter mit dem kleinem Jungen hin.]

[KM wacht auf und kommt nach unten:] „Wo ist Mama?“

[GM:] „Schläft.“

[Etwas später wachen der kleine Junge und seine Mutter wieder auf.]

[folienstern:] „Was macht denn der große Junge da auf dem Sessel?“

[kneteeis:] „Schläft.“


[GM:] „Können wir jetzt endlich Fahrräder holen? Ich will mit dem großen Jungen um den Kreisel fahren!“

[Vor dem Ferienhaus ist ein verkehrsberuhigter Kreisel, in dem alle drei größeren Kinder in den letzten Jahren Radfahren gelernt haben.]

[Das große und das kleine Mädchen und der kleine Junge und ihre Eltern fahren Fahrräder mieten, bei demselben Fahrradladen wie seit sieben Jahren. Nach der Räderprobe: ]

[folienstern:] „Können Sie das eine dann bringen, bitte? Mit den anderen fahren wir gleich.“

[Fahrradheini:] „Ach, Sie sind das. Wie immer?“

[folienstern:] „Nee, das Haus nebendran diesmal.“


[Am nächsten Morgen. Das große Mädchen und der große Junge spielen am Strandkorb.]

[GM:] „Kann ich Wasser von drinnen holen?“

[kneteeis:] „Ja, aber mach‘ den Eimer nur halb voll, damit nichts überschwappt.“

[GM:] „Okay.“

[GM:] „Wir haben eine Bäckerei gemacht. Kauft Ihr etwas?“

[GJ:] „Hier ist Schoko-Nusskuchen!“

[kneteeis:] „Ich nehme ein Stück von dem Schoko-Nusskuchen. Und einen Espresso bitte.“

[Später. GM:] „Kann ich noch einmal Wasser holen?“

[kneteeis:] „Ja, klar. Wie vorhin.“

[GM:] „Ups. Jetzt ist mir etwas ausgekippt.“

[kneteeis:] „Dann hol‘ einen Lappen und wisch‘ es auf.“

[GM:] „Okay.“


[Kleiner Junge krabbelt im Sandkasten.]

[KM:] „Mama, der kleine Junge isst Sand.“

[folienstern:] „Mhm.“

[KJ sitzt auf dem Teppich und spielt mit dem Füller.]

[folienstern:] „Och nee, kleiner Junge, gib mir mal den Füller wieder.“

[KJ guckt sich ein Buch mit Schutzumschlag an.]

[folienstern:] „Och, kleiner Junge, gib mir mal das Buch wieder.“

[KJ krabbelt nach draußen.]

[kneteeis:] „Der kleine Junge isst Brot von unterm Tisch, ist das okay?“

[folienstern:] „Mhm.“

[KJ krabbelt in die Küche.]

[Vater:] „Oh, räumst Du den Geschirrspüler aus?“

[KJ krabbelt in den Garten in Richtung eines Beetes.]

[kneteeis:] „Kleiner Junge, die Blumen solltest Du besser nicht essen!“


 

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